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Schwerin : Nach Brandserie sitzt ein Verdächtiger in U-Haft

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Ein mutmaßlicher Feuerteufel sitzt seit gestern in Schwerin in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den 23-Jährigen wegen des Verdachts auf schwere Brandstiftung.

svz.de von
erstellt am 25.Jul.2013 | 06:48 Uhr

Schwerin | Ein mutmaßlicher Feuerteufel sitzt seit gestern in Untersuchungshaft, nachdem das Amtsgericht Haftbefehl erlassen hatte. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den 23-Jährigen wegen des Verdachts auf schwere Brandstiftung. Der Schweriner soll für sieben Brände in Krebsförden verantwortlich sein. Bei einem Brand am 21. März erlitt eine Frau sogar eine Rauchgasvergiftung. Der Verdächtige sei in Untersuchungshaft genommen worden, weil sowohl Flucht- als auch Wiederholungsgefahr bestehe, sagt Oberstaatsanwalt Stefan Urbanek. Zeugen hatten den 23-Jährigen beobachtet und die Polizei informiert.

Der Mann wird verdächtigt, in den Monaten März bis Juli in der Johannes-Gillhoff-Straße in den Kellerverschlägen zweier Mehrfamilienhäusern wiederholt Feuer gelegt zu haben. "Wobei es in vier Fällen bei einem Versuch geblieben war, da die Brände von selbst ausgingen", berichtet der Oberstaatsanwalt. Der Verdächtige wohne selbst in einem der betroffenen Häuser. In drei Fällen musste laut Staatsanwaltschaft die Feuerwehr ausrücken, um die Flammen zu löschen. Der 23-Jährige bestreitet die Taten bislang. Da durch die Brände Menschenleben in Gefahr waren, drohe ihm bei einem Schuldspruch eine Freiheitsstrafe von nicht unter einem Jahr, erklärte Urbanek.

Der Verdächtige soll am 21. März und am 12. Juni in der Johannes-Gillhoff-Straße 9 und am 9. April in der Gillhoffstraße 15 jeweils in den Kellern der Plattenbauten Feuer gelegt haben. Die Berufsfeuerwehr und die Freiwilligen Feuerwehren Wüstmark, Schlossgarten und Warnitz waren teils mit bis zu fünf Löschfahrzeugen und einer Drehleiter im Einsatz. Bei dem Brand am 9. April entwickelte sich außerdem so starker Qualm, dass das Treppenhaus in Mitleidenschaft gezogen wurde.

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