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Kabarett kehrt zurück : Nach 25 Jahren: Prost Brüder!

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Wendezeit-Kabarett-Programme des Theaters kommen zum Mauerfall-Jubiläum wieder auf die Schweriner Bühne

von
erstellt am 25.Sep.2014 | 20:30 Uhr

„Prost Brüder!“ Zur Wendezeit waren sie legendär, die Kabarett-Programme des Mecklenburgischen Staatstheaters mit diesem Titel. Sechs Auflagen hatte es seinerzeit gegeben. Insgesamt waren es mehr als 250 Vorstellungen und alle ausverkauft. Jetzt, 25 Jahre nach dem Mauerfall, will der Regisseur von damals, der jetzige Schauspieldirektor des Theaters, Peter Dehler, die besten Sequenzen daraus erneut auf die Bühne bringen. Es sind die Originaltexte, allerdings mit anderen Schauspielern, denn von der alten Besetzung ist außer Dehler niemand mehr am Haus engagiert. Zu erleben sind Songs wie „Heute ist Revolution“ oder „Veronika, das Geld ist da“ oder „Zehn kleine Ostbetriebe“ und Sketche wie „Bruno“, „Die Macht ist da“ oder „Radikaler“ – insgesamt mehr als 20 Nummern. Für die musikalische Begleitung sorgt Thomas Möckel. Anfang November soll das Programm bühnenreif sein.

„Ich glaube, es ist ein guter Anlass, sich jetzt, nach 25 Jahren, wieder an diese Zeit zu erinnern“, sagt Dehler. Es sei eine sehr bewegte Zeit gewesen. „Da gab es noch die DDR, als wir, die jungen Wilden, frisch von der Schauspielschule kommend, was Eigenes, was Kritisches, machen wollten. Wir haben im TiK angefangen, dem Theater im Kulturbund. Das war zwar klein, aber intim und da gab es auch Bier. So entstand der Titel“, erzählt Dehler. Aufs Korn genommen worden sei alles, was die Menschen damals bewegte. „So haben wir es geschafft, in einer Zeit, in der sich eigentlich niemand so recht für Theater interessierte, das Haus voll zu bekommen.“ Allerdings sei die Zeit so schnelllebig gewesen, dass vieles aus dem Satire-Abend, wie das damals hieß, schon ein halbes Jahr später völlig überholt war. „Wir haben rasch nachgelegt und bis 94 sechs Programme gemacht“, sagt Dehler. „Dann gingen einige Mitstreiter weg und es lief sich irgendwie aus.“ Ein Rückblick jetzt werde aber gewiss lustig und unterhaltsam, ist er sich sicher.

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