Pinnow gewinnt Landeswettbewerb : MV feiert seine schönen Dörfer

Preisverleihung an Pinnow: Bürgermeister Andreas Zapf nimmt die Trophäe entgegen. Minister Till Backhaus (3.v.l.) und Landrat Rolf Christiansen (r.) gehören zu den ersten Gratulanten.  Fotos: Mett (2)
Preisverleihung an Pinnow: Bürgermeister Andreas Zapf nimmt die Trophäe entgegen. Minister Till Backhaus (3.v.l.) und Landrat Rolf Christiansen (r.) gehören zu den ersten Gratulanten. Fotos: Mett (2)

Pinnow als Sieger des Landeswettbewerbs gekürt: Gemeinde steckt die Siegprämie in den Ausbau der Kindertagesstätte

von
30. November 2015, 12:00 Uhr

Nach der Siegerehrung geht es in die nächste Runde: Pinnow bei Schwerin und Lohmen bei Güstrow dürfen als die beiden erstplatzierten Gemeinden im Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft – Unser Dorf soll schöner werden“ im nächsten Sommer auf Bundesebene antreten. Blankensee aus Vorpommern-Greifswald vertritt die Farben von MV auf europäischer Ebene – bei einem Wettbewerb zur Ortsgestaltung. Landwirtschaftsminister Till Backhaus zeigte sich bei der Preisverleihung am Sonnabend in Pinnow angesichts dieser starken und zugleich schönen Dörfer schon jetzt euphorisch: „Ich setze auf Sieg und nicht auf Platz.“ Schließlich gab es auch beim zurückliegenden Bundesfinale der schönen Dörfer Gold für MV: Das holte 2013 Dechow aus Nordwestmecklenburg.

Der Gastgeber am Sonnabend, Pinnows Bürgermeister Andreas Zapf, ist ebenfalls zuversichtlich für das große Finale, aber bescheidener: „Wir werden dafür sorgen, dass beim Bundeswettbewerb nicht nur bayrisch gesprochen wird.“ Und schon bei der Kür der Landessieger ging es mehrsprachig zu: Die Vertreter der Gemeinden aus Mecklenburg und Vorpommern tauschten sich auf Hoch- und Plattdeutsch aus. „Das ist heute eine Siegesfeier für alle neun Gemeinden, die es ins Landesfinale geschafft hatten“, betont Andreas Zapf. Und Ulrike Drefahl, die im Landwirtschaftsministerium die organisatorischen Fäden für diesen alle drei Jahre stattfindenden Wettbewerb zusammenhält, ergänzt: „Hier wird nicht nur gefeiert, hier werden Kontakte geknüpft und Erfahrungen ausgetauscht.“ Denn das gemeinsame Ziel aller Aktiven aus Kommunalpolitik und Vereinen ist es, die Heimat attraktiver zu machen. „Das macht Mecklenburg-Vorpommern zum schönsten Bundesland“, meint Till Backhaus.

Dass Pinnow nun im schönsten Bundesland zur schönsten Gemeinde gekürt wurde, hat die Gemeinde den vielen Aktiven zu verdanken. Druckfrisch liegt das Leitbild für Pinnow vor, das in den zurückliegenden Jahren von Gemeindevertretern und Bürgern gemeinsam erstellt wurde. Die seniorengerechte Gestaltung des Dorfes wird vorangetrieben, so dass im Alter keiner den Heimatort verlassen muss. Für junge Familien werden Bauplätze geschaffen. Und dass beim Wettbewerbsnamen die Zukunft vorn an steht, das machen die Pinnower zum Programm: Die 30  000 Euro Fördergeld, die jeder der neun Finalisten erhält, stecken die Pinnower in den Ausbau der Kindertagesstätte. „Das ist unser wichtigstes Projekt“, betont Zapf.

Für das Bundesfinale im nächsten Sommer wollen sich die Pinnower auch nicht neu erfinden, sondern sich einfach so präsentieren, wie sie schon den Landeswettbewerb gewonnen haben: als starke Dorfgemeinschaft.

Und die hat in diesem Jahr nicht nur den Titel im Landeswettbewerb zu feiern: Das ganze Jahr über gab es Veranstaltungen, mit der die Ersterwähnung vor 750 Jahren begangen wurde. Da steht noch eine große Aktion an: Am 28. Dezember bekommt die Feuerwehr ihr neues Einsatzfahrzeug und das Leitbild der Gemeinde wird vorgestellt.

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen relevanten Inhalt einer externen Plattform, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich einfach mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder ausblenden.

 Externen Inhalt laden

Mit Aktivierung der Checkbox erklären Sie sich damit einverstanden, dass Inhalte eines externen Anbieters geladen werden. Dabei können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Weitere Informationen finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen

 
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen