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Zeitung für die Landeshauptstadt

21. September 2017 | 18:02 Uhr

Schweriner Musikschule : Musikunterricht wird teurer

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Stadtvertreter stimmen einer Gebührenerhöhung am Konservatorium mit Mehrheit zu

von
erstellt am 20.Jul.2017 | 12:00 Uhr

Der Unterricht an der städtischen Musikschule wird teurer. Die Stadtvertreter beschlossen neue Gebühren. Zuvor gab es jedoch eine intensive Diskussion.

Silvio Horn von den Unabhängigen Bürgern wetterte gegen die neuen Gebühren. „Hier geht die Stadt den Weg des geringsten Widerstandes und den falschen Weg.“ Die höheren Kosten beim Konservatorium hätten schon bei den Haushaltsverhandlungen berücksichtigt werden müssen. Denn immerhin steigen die Kosten für den Musikunterricht um durchschnittlich knapp zehn Prozent. Für Erwachsene und auswärtige Schüler sind es durchschnittlich sogar 20 Prozent. „Damit ist das Konservatorium die teuerste Musikschule in der Stadt“, so Horn. „Das schwächt unsere eigene Einrichtung.“ Das es viele Ermäßigungsmöglichkeiten gibt, ließ der UB-Chef nicht gelten. „Von 1500 Schüler erhalten gerade mal 100 eine Ermäßigung.“ Der städtische Zuschuss für die Musikschule hätte dynamisiert werden müssen. „So lange die Stadt Millionen für eine Dwangbrücke oder die Gleisverlegung am Wittenburger Berg ausgibt, können wir den neuen Gebühren nicht zustimmen.“

Den gleich bleibenden Zuschuss der Stadt für das Konservatorium verteidigte der Kulturausschussvorsitzende Eberhard Hoppe von der SPD. „Die Stadt musste ihre Zuschüsse einfrieren, weil wir einen Sparhaushalt haben.“

UB-Stadtvertreter Manfred Strauß kritisierte vor allem die Sozialdemokraten. „Sonst steht bei Ihnen Bildung immer ganz oben, jetzt wollen Sie die Gebührenerhöhung.

Oberbürgermeister Rico Badenschier begründete die höheren Gebühren mit den gestiegenen Personal- und Sachkosten. „Immerhin ist es die erste Erhöhung seit vier Jahren.“

In der Vorlage für die Stadtvertreter heißt es: „Die Anpassung der Gebührensatzung ist erforderlich, um den städtischen Zuschussbedarf zu halten. Weiterhin hat der Beratende Beauftragte die Notwendigkeit regelmäßiger Gebührenanpassungen festgestellt. Im Kontext der Konsolidierungsvereinbarung darf hierauf auch nicht verzichtet werden. Mit der Erhöhung kann der bisherige städtische Zuschussbedarf gehalten werden.“ Und dass die auswärtigen Schüler mehr bezahlen müssen begründet die Verwaltung damit , dass damit „die Doppelbelastung der Einwohnerinnen und Einwohner – im Verhältnis zu den umliegenden Gemeinden erheblich höhere Grundsteuerhebesätze, finanzielle Beteiligung an den zuschussbedürftigen kulturellen Einrichtungen der Stadt – zumindest anteilig“ kompensiert würden.

Die neuen Gebühren werden ab dem Schuljahr 2017/18 gelten.

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