Kultur in Schwerin : Museumsfreunde wollen wachsen

Auch in Zukunft sollen junge Gäste kostenlos das Staatliche Museum besuchen dürfen. Laut Verein sei dafür noch genügend Geld übrig.
Auch in Zukunft sollen junge Gäste kostenlos das Staatliche Museum besuchen dürfen. Laut Verein sei dafür noch genügend Geld übrig.

Die Kulturstiftung des Bundes fördert den Schweriner Verein. Vereinsvorsitzender Dr. Klaus Gollert: „Wollen weiter mit Kindern arbeiten“

svz.de von
27. Dezember 2016, 12:00 Uhr

Mit einer Werbeaktion für neue Mitstreiter startet der Schweriner Kunst- und Museumsverein ins neue Jahr. „Die Kulturstiftung des Bundes hat uns als einen von 21 Vereinen in Mecklenburg-Vorpommern für eine Förderung ausgewählt“, erklärt der Vereinsvorsitzende Dr. Klaus Gollert an. Der Verein werde daher in den kommenden Monaten kräftig die Werbetrommel rühren, um mehr Gleichgesinnte für seine Arbeit zu gewinnen, so Gollert. Der frühere Sozialminister hat den Verein vor mehr als 25 Jahren zusammen mit der Kunsthistorikerin Dr. Hela Baudis gegründet und leitet ihn bis heute.

Die knapp 180 Museumsfreunde haben sich der zeitgenössischen bildenden Kunst verschrieben und unterstützen den Ankauf von Kunstwerken für das Museum sowie die museumspädagogische Arbeit mit Kindern. Außerdem verleihen sie seit 2013 den Friedrich-Schlie-Preis für Zeichnungen, benannt nach dem ersten Direktor des heutigen Staatlichen Museums. In den vergangenen 25 Jahren hat der Verein, der keine eigenen Ausstellungsräume besitzt, 130 Künstlern Gelegenheit gegeben, ihre Arbeiten vorzustellen. So war im Jubiläumsjahr in der Galerie des Mecklenburgischen Staatstheaters eine Ausstellung mit Bildern von Nuria Quevedo zu sehen. Im Schleswig-Holstein-Haus initiierte der Verein eine Retrospektive über die auf Rügen lebende Malerin und Grafikerin Annelise Hoge, die Dr. Hela Baudis kuratierte. Dem Leipziger Zeichner Edgar Knobloch verlieh der Kunstverein den Friedrich-Schlie-Preis 2016, gestaltete auch die zugehörige Personalausstellung und ermögliche einen Ankauf für das Staatliche Museum in Schwerin.

„Ein besonderes Anliegen ist uns die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen“, sagt Gollert. Mit der von allen Schweriner Service-Clubs geförderten Aktion „Kinder ins Museum“ konnte der Verein fast 900 Kindern aus Kitas, Grund- und Förderschulen, Vereinen und Familien den kostenlosen Museumsbesuch ermöglichen. „Das Programm kann auch im nächsten Jahr weiterlaufen, denn es ist noch Geld übrig, um weitere Museumsbesuche zu fördern.“

Doch auch der Kunstgenuss kommt bei den Museumsfreunden nicht zu kurz: Gemeinsam mit dem Kunstverein Wiligrad wurde eine doppelte Jubiläumsschau im Schloss am Außensee gestaltet, beide Vereine wurden 25 Jahre alt. Eine Vorbesichtigung des frisch renovierten Ostflügels von Schloss Ludwigslust stand ebenso auf dem Programm wie Kunstreisen nach Arnheim und zu den „Surrealen Begegnungen“ in der Kunsthalle Hamburg. Die erste Ausstellung für das neue Jahr ist auch schon in Vorbereitung. Im Januar zeigt der Schweriner Kunst- und Musemsverein in der Theatergalerie Bilder des Malers Wilfried Homuth aus Bad Doberan.

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