Schwerin : Museumsdepot rückt in Sichtweite

So soll das künftige Depot-Gebäude von der Stellingstraße aussehen. Ein Riegel verbindet drei Anbauten in Richtung See.  Repro: BBL
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So soll das künftige Depot-Gebäude von der Stellingstraße aussehen. Ein Riegel verbindet drei Anbauten in Richtung See.

Bauvorbereitungsarbeiten für das neue Magazingebäude der Archäologie, des Museums und Archivs in der Stellingstraße beginnen

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14. November 2016, 05:00 Uhr

Mehr als 16 000 Quadratmeter Nutzfläche wird das neue Depot- und Werkstattgebäude der in Schwerin ansässigen Kultureinrichtungen des Landes haben, das hinter den ehemaligen Artilleriekasernen in der Stellingstraße entstehen soll. „Im November werden wir mit den vorbereitenden Arbeiten beginnen“, kündigt Robert Klaus, der Schweriner Bereichsleiter des Betriebes für Bau und Liegenschaften des Landes (BBL), an. So soll zunächst Baufreiheit geschaffen werden, bevor im nächsten Jahr dann der Hochbau beginnt.

Viel länger indes ist die Vorgeschichte des Projekts. Nachdem vor Jahren historisch wertvolle Einbäume verrottet waren, weil die Archäologen keine geeigneten Depots hatten, entspann sich eine heftige Debatte um ein sinnvolles Magazingebäude. Denn auch das Staatliche Museum und das Landeshauptarchiv benötigen dringend Werkstatt- und Magazinräume.

2012 fand ein Architektenwettbewerb statt, in dessen Ergebnis der Entwurf der Arbeitsgemeinschaft Scheidt, Kasprusch, Reiner Becker Architekten BDA aus Berlin als Sieger gekürt wurde. Er sieht ein flaches Gebäude vor, das in den Hang zum Ostorfer See eingearbeitet wird, damit die historische Sichtachse von den Artilleriekasernen auf den See nicht beeinträchtigt wird. Der Baukörper selbst besteht aus einem verbindenden Riegel und drei so genannten Fingern, die speziell auf die unterschiedlichen Anforderungen von archäologischen Artefakten, Papier oder Gemälden und Zeichnungen zugeschnitten sind, erläutert Klaus. Unterschiede in Raumklima, Statik, Zugänglichkeit müssten ebenso berücksichtigt werden wie die Notwendigkeit, viel unterzubringen. „Insgesamt wird es mehr als 67 000 laufende Meter Regale in dem Gebäude geben“, so der BBL-Chef. Im Riegel werden die Werkstätten und Verwaltungsräume angesiedelt.

Derzeit läuft die Vorbereitung der Ausführungsplanung. In den nächsten Wochen sollen dann die Ausschreibungen für Bauleistungen erfolgen. „Bei dieser Dimension des Gebäudes müssen wir europaweit ausschreiben“, erläutert Klaus. Eingeplant sind rund 50 Millionen Euro für den Bau.

Im nächsten Jahr soll der Hochbau beginnen, ab 2018 der Innenausbau. „Wir gehen davon aus, dass das neue Depot- und Werkstattgebäude 2020 übergeben werden kann“, kündigt der Schweriner BBL-Chef an.

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