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Zeitung für die Landeshauptstadt

22. August 2017 | 18:47 Uhr

Innovation : Museum wirbt mit Wohlfühlfaktor

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Neue Marketing-Strategien sollen Aufenthaltsdauer im Staatlichen Museum erhöhen und gezielt junges Publikum ansprechen

Überall in Schwerin tauchen derzeit blaue Beutel und Fahrrad-Sattelschoner mit der Aufschrift auf: „Ein Tag im Museum ist wie ein Tag am Strand.“ Sie seien Teil einer neuen Marketing-Strategie, erläutert Heidemarie Otto, Pressesprecherin des Staatlichen Museums. Die Marketing-Chefin sucht mit ihrem Team ständig neue Wege, um die Anziehungskraft der Einrichtung zu erhöhen, gezielt neues Publikum anzusprechen und die Aufenthaltsdauer in den Schauen zu erhöhen.

Charlotte Teske, die gerade ihr Freiwilliges Soziales Jahr im Staatlichen Museum absolviert, hatte die Idee, Werbung auf unkonventionelle Art zu machen. „Es gibt viele Radfahrer in Schwerin, die sich über einen kleinen, leichten Sattelschoner freuen“, sagt Teske. „Mit unserem Spruch darauf ,Ein Tag im Museum ist wie ein Tag am Strand‘ machen wir sie und hoffentlich noch viele andere, die das auf anderen Rädern lesen, auf unser Haus neugierig.“ Auf den gleichen Effekt zielen auch die blauen Umhängetaschen mit dem Werbespruch ab, denn „Mehrwegtaschen sind umweltfreundlich und wieder im Kommen“, ergänzt Heidemarie Otto.

Doch der Aufdruck ist nicht nur ein Spruch. „Wir wollen die Aufenthaltsdauer im Museum erhöhen“, betont die Pressesprecherin. Der neue Erlebnisraum, viele Sitzgelegenheiten, das Museumscafé, attraktive Sonderausstellungen wie gerade die Fluxus-Schau neben den Schwerpunkten der Galerie Alte und Neue Meister seien nur einige Bausteine dabei. Die Gründung eines Jugendmuseumsvereins hat erfahrungsgemäß wenig Chancen auf Dauerhaftigkeit. „Viel realistischer, junge Leute ins Haus zu holen und zu binden, ist, sie mit dem Wohlfühlfaktor zu locken“, sagt Charlotte Teske. Das Museum als Fluchtpunkt aus dem Alltagsstress, aber auch als attrative Informationsplattform, die über die sozialen Medien erschlossen wird, das sei der neue Trend.

 

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erstellt am 02.Jun.2014 | 14:00 Uhr

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