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Zeitung für die Landeshauptstadt

23. November 2017 | 18:05 Uhr

Gesucht : Museum sammelt Inspirationen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Das Staatliche Museum sucht persönliche Geschichten über ungewöhnliche Begegnungen.

svz.de von
erstellt am 16.Aug.2014 | 16:00 Uhr

Viele Menschen, die Hape Kerkelings „Ich bin dann mal weg“ gelesen haben, machten sich anschließend selbst auf den Pilgerweg. Wer Robin Williams im „Club der toten Dichter“ gesehen hat, den überkam am Ende des Films das Verlangen, selbst zu schreiben. Aber auch der Nachbar, ein Kollege, ein Freund kann Menschen dazu bringen, von der Alltagsautobahn abzubiegen und etwas Neues zu wagen. Und wer inspiriert Sie? Diese Frage stellt das Staatliche Museum und sucht Geschichten, die Schweriner zum Thema „Inspiration“ erlebt haben. Sie sollen berichten von außergewöhnlichen Begegnungen, großen Freundschaften, prägenden Vorbildern und damit die aktuelle Expressionismus-Ausstellung von Ludwig Kirchner und Jan Wiegers begleiten. Denn auch diese beiden Menschen inspirierten einander.

Dass sich Kunst nicht im Elfenbeinturm abspielt, sondern nah am Leben jedes Einzelnen, möchte das Staatliche Museum mit solchen Sonderaktionen beweisen. Und damit mehr Besucher an sich binden. Bei der Sommergäste-Schau 2011 beispielsweise sollten die Besucher, eigene Bilder mit einer Geschichte von ihrem Ostseeurlaub einschicken. „Die Resonanz war großartig“, sagt Heidemarie Otto vom Staatlichen Museum. Auch die Abstimmung über das Lieblingsbild der Schweriner im „Kosmos der Niederländer“ hatte mit etwa 1500 Teilnehmern eine beachtliche Resonanz. Mit dem aktuellen Aufruf tun sich die Schweriner aber noch ein wenig schwer.

Charlotte Teske, die in diesen Tagen ihr Freiwlliges Soziales Jahr im Schweriner Museum beendet, gehört zu den Ideengebern für die Aktion. „Mich selbst hat mein Großvater inspiriert, mit dem ich als kleines Mädchen gemalt habe und mit dem ich auch gerne in Museen gegangen bin“, sagt die 19-jährige Hamburgerin. In den vergangenen Monaten hat sie auch die Aktion „Ein Tag im Museum ist wie ein Tag am Strand“ mit entwickelt. Bunte Beutel, Sattelschützer und Kneipen-Karten ziert dieser Spruch und versucht, vor allem die junge Klientel zu erreichen. Was den Strand und das Museum verbindet, beschreibt Charlotte Teske so: „Man kann abschalten von der Hektik des Alltags, Stille genießen, sich auf sich selbst besinnen.“ Und anschließend vielleicht eine eigene, inspirierte Geschichte schreiben. Die besten Einsendungen sollen bei der Finissage am 28. September vorgelesen werden.

 

 

 

 

 

 

 

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