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Zeitung für die Landeshauptstadt

17. Dezember 2017 | 01:44 Uhr

Kultur Schwerin : Museum der Moderne fast fertig

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Anbau wird nächste Woche fertig – SVZ durfte vorab die neuen 800 Quadratmeter für die Kunst in Augenschein nehmen.

von
erstellt am 30.Mai.2016 | 05:00 Uhr

„Museum der Moderne“ – der Name hält, was er verspricht. Das zeigt ein erster Rundgang durch den Anbau, der hinter dem Staatlichen Museum enstanden ist und künftig Werke von Günther Uecker und weiteren Vertretern der Moderne beherbergen wird.

Der Raum ist imposant, die Größe beeindruckend: 33 Meter lang, 13 Meter breit, fünf Meter hoch. Eine Stirnseite ist fast komplett verglast und gibt den Blick auf den Schweriner See und das Schloss frei. „Es ist einer der schönsten Ausblicke in der Stadt“, sagt Uwe Jannsen vom Finanzministerium. Zwei dieser Säle stehen im Neubau zur Verfügung. Jeweils 25 000 unter leichtem Gewebe befindliche LED-Deckenleuchten werden die Kunst, die in den nächsten Wochen dort einziehen wird, ins rechte Licht rücken. „Klare Formen, reichlich Raum, passende Materialien, gute Verarbeitung – hier werden beste Ausstellungsbedingungen zur Verfügung stehen“, fasst Michael Bleyder, Leiter des Geschäftsbereichs Schwerin des Betriebes für Bau und Liegenschaften des Landes, zusammen.

Ein Fahrstuhl ermöglicht den behindertengerechten Zugang zu beiden Etagen. Als Wärmequelle dient Geothermie, geheizt wird durch die Wände. Lüftungsanlagen im Keller sorgen für konstantes Raumklima. Dank der LED-Beleuchtung muss nur relativ wenig Abwärme abgeleitet werden.

Derzeit sind die Handwerker dabei, die letzten Handgriffe bis zur Fertigstellung auszuführen. Das bereits verlegte dunkle Eichenparkett beispielsweise muss noch abgeschliffen und versiegelt werden. Die Elektriker sind dabei, die Schaltungen und die Sicherheitstechnik zu programmieren. Die Heizungsbauer machen die Isolierungen der Leitungen schick. Die Installateure bringen die letzten Waschbecken in den Toilettenräumen an. Nur die bereits verglaste Brücke zum alten Gebäude, die künftig im Normalbetrieb den Haupteingang zum Anbau bildet, braucht noch einen ordentlichen Fußboden. „Doch in den nächsten Tagen werden all diese Arbeiten abgeschlossen sein, so dass die Museumsleute rechtzeitig mit der Gestaltung der Ausstellung beginnen können“, sagt Bleyder.

Komplett aus dem Museumsbild werden die Handwerker aber noch nicht verschwinden. Denn die rückwärtige Fassade des Altbaus muss ebenso saniert werden wie der Innenhof. „Dafür erarbeiten wir gerade eine Kostenaufstellung“, sagt Jannsen. Wenn die letzten Baucontainer verschwunden sind, könne mit den konkreten Planungen begonnen werden. Zunächst werde eine saubere Kiesschicht als Abdeckung für einen ordentliche Anblick sorgen.

Am 6. Juni beginnt der Aufbau der Ausstellung in den neuen Räumen, am 1. Juli ist die feierliche Eröffnung geplant. Der Neubau kostet rund 8,3 Millionen Euro. 90 Prozent davon sind Fördermittel der Europäischen Union.

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