Schwerin : „Mund zu, Ohren auf!“

Unterricht mal anders: Franziska Boddin vom Kompetenzzentrum klärt auf, wie Lärm krank machen kann.
Unterricht mal anders: Franziska Boddin vom Kompetenzzentrum klärt auf, wie Lärm krank machen kann.

Projekt zur Lärmprävention an Schulen wird im neuen Schuljahr ausgeweitet

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09. Juli 2019, 05:00 Uhr

In den Pausen geht es an den meisten Schulen ziemlich laut zu. „Das muss aber nicht sein“, sagt Franziska Boddin vom Schweriner Kompetenzzentrum für Menschen mit Hör- und Sehbehinderungen. Sie bietet unter dem Motto „Mund zu! Ohren auf!“ ein Projekt zur Lärmprävention an. Und das findet so viel Anklang bei Kindern und Lehrern, dass bereits jetzt mehrere Schweriner Grundschulen angekündigt haben, im neuen Schuljahr daran teilnehmen zu wollen.

„Die Projekttage haben gezeigt, wie begeistert Schüler und Pädagogen von der Thematik sind. Somit ist klar: Das Projekt darf jetzt nicht enden“, erklärt Schulleiterin Carola Pietsch von der Nils-Holgersson-Schule.

„Ich bin froh, dass diese Schule die Wichtigkeit der Lärmprävention erkannt hat und sich diesem Thema stellt“, sagt Franziska Boddin. Sie erklärt am Beispiel der Holgersson-Schule, wie das Projekt abläuft: „Erst fand eine Befragung in den 4. Klassen statt. Wie nehmen Schüler den Lärm in der Schule wahr? Welche Ideen haben sie, den Lärmpegel zu reduzieren? Zum Ende gab es eine Auswertungsrunde. Ich war erstaunt, wie die Schüler alles Hörbare im Schulalltag wahrnehmen und was sie für Ideen zur Senkung des Lärmpegels haben.“

In den 2. Klassen stand ein Hörspaziergang auf dem Plan unter dem Motto „Mund zu, Ohren auf!“ Mittels einer Augenmaske konnte jeder Schüler das Ausmaß akustischer Wahrnehmung erleben. Die 1. Klassen haben Malen nach Musik erprobt.

„In erster Linie muss ein Umdenken in der alltäglichen Routine stattfinden“, fasst Franziska Boddin zusammen. „Durch meine andere Art des Unterrichts möchte ich Kinder und Pädagogen für alles Hör- und Sehbare in ihrer Umwelt sensibilisieren.“





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