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Ortsbegehung mit OB : Mueßer Holz soll schöner werden

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Neubaugebiet, Kepler-Passage, Straße nach Consrade: Ortsbegehung zeigte Lösungsansätze für brennende Probleme

svz.de von
erstellt am 24.Apr.2014 | 23:52 Uhr

Das geplante Neubaugebiet „Am Scharrn“, besser bekannt als ehemaliger Buga-Großparkplatz, soll kommen. Und ein Straßenanschluss vom Ende der Hamburger Allee zur Kreisstraße nach Consrade wird erneut geprüft. Das versprach jedenfalls Oberbürgermeisterin Angelika Gramkow bei der Ortsbegehung durch das Mueßer Holz. „Aufwertung“ des Stadtteils, lautet die Botschaft. Denn das Mueßer Holz, in dem vor der Wende 36 000 Menschen lebten, zählt heute weniger als 10 000 Einwohner.

Schon 2012 sollte der erste Spatenstich erfolgen für ein Neubaugebiet mit günstigen Grundstückspreise für junge Familien oder Senioren. Da noch Leitungen im Boden liegen, die die abgerissenen Plattenbauten mit Strom und Wasser versorgten, schien die Erschließung einfach. Doch die alten Leitungen für eine neue Siedlung zu nutzen, entpuppte sich als schwierig. Auch ein Investor fand sich bis heute nicht. Ortsbeiratsvorsitzender Georg-Christian Riedel schlägt nun vor, das Areal erneut als Parkplatz für Großveranstaltungen, z. B. in der Kongresshalle zu nutzen. Doch die OB hält dagegen: Für Besucher wäre die Entfernung zur Weststadt trotz Straßenbahnhaltestelle nebenan zu weit. Außerdem seien dem Baudezernenten gerade zwei neue Entwürfe und Kostenvorschläge für eine Bebauung am Scharrn vorgelegt worden. „Wir versuchen weiter, hier kostengünstiges Bauland anzubieten“, so die OB. „Nur wann genau, kann ich heute nicht sagen.“

Eine schnelle Lösung soll es hingegen für das Parkplatz-Problem an der Kepler-Passage geben (SVZ berichtete). Aktuell ist der abgesperrt, Kunden und Händler sind sauer. Schon morgen werde es mit der Wirtschaftsförderung und den Eigentümern ein Gespräch geben. Dass Kaufland seinen Standort in der Kepler-Passage aufgeben werde, schließt die OB indes aus.

Die leerstehende Kaufhalle in der Hegelstraße soll für 50 000 Euro an einen neu gegründeten Sportverein und zur „Dreescher Rollsporthalle“ umgebaut werden, erklärte Angelika Gramkow auf dem weiteren Weg. Aktuell erstelle die Verwaltung ein Wertgutachten und prüfe Fördermöglichkeiten.

Die Kästnerhalle, das letzte Gebäude im Mueßer Holz, soll erhalten, der Fußboden demnächst für rund 200 000 Euro erneuert werden. Aktuell spielen dort die Schweriner Handballer – die „Stiere“ – in der dritten Liga, aber auch Tanzwettbewerbe, andere Veranstaltungen und Schulsport würden die Halle gut auslasten. Sie bleibt definitiv.

Gleich neben der Kästner-Sporthalle könnte dann die Hamburger Allee fortgeführt und an die Kreisstraße angeschlossen werden. Vor allem der Handel im Mueßer Holz verspricht sich dadurch einen großen und dringend benötigten, zusätzlichen Kundenstrom aus Richtung Consrade und Plate. Schon mehrfach war der Durchstich in der Vergangenheit geprüft und als zu teuer verworfen worden. Angelika Gramkow indes möchte sich nicht von Kostenargumenten abbringen und nun vor allem günstige Straßenbau-Lösungen prüfen lassen, womöglich mit Tonnage-Begrenzungen: „Wenn wir den Stadtteil Mueßer Holz ertüchtigen wollen, brauchen wir die Wegeverbindung.“

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