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Literaturtage in Schwerin: "Eine Straße liest" : Münzstraße wird Lesesaal

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Persönlichkeiten aus Schwerin und Umgebung sitzen nächstes Wochenende in Schweriner Gaststätten und Geschäften, lesen aus interessanten Büchern, schwatzen mit dem Publikum und sammeln Geld für einen guten Zweck.

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erstellt am 08.Nov.2011 | 10:14 Uhr

Schelfstadt | Eine Straße liest? Wieso liest eine Straße? Persönlichkeiten aus Schwerin und Umgebung sitzen am zweiten Sonnabend des Novembers in Schweriner Gaststätten und Geschäften, lesen aus interessanten Büchern, schwatzen mit dem Publikum und sammeln Geld für einen guten Zweck. Das verbirgt sich seit acht Jahren hinter diesem Titel, erläutert Initiator Peter Kuhlmann. Begegnung also, mit Literatur und mit Menschen, die man sonst vielleicht nur in der Zeitung wahrnimmt. Das Publikum wählt aus dem nahezu jährlich breiter werdenden Programm und wechselt alle Stunde den Leseort.

In diesem Jahr ist die Aktion zu ihren Wurzeln in die Münz- und Puschkinstraße zurückgekehrt, nachdem zum Stadtjubiläum noch allerlei andere ungewöhnliche Orte zum "Lesesaal" wurden. 52 Lesungen soll es am 12. November geben, an 31 verschiedenen Orten. Schaut man ins Programm, welches nahezu vollständig bereits im Internet zu sehen ist unter www.eine-strasse-liest.de, so findet man Ernstes und Heiteres, für nahezu alle Altersklassen ist etwas dabei. Märchen liegen ganz vorn in diesem Jahr, für Kinder und für Erwachsene sogar separat gelesen. Max und Christin im Brautsalon beispielsweise werden eher Jugendliche ansprechen. Krimis gibt es und sehr viel Eigenes. Kleist wird gewürdigt, vor 200 Jahren verstorben, ebenso Loriot, der uns in diesem Jahr verlassen hat.

Vier der Lesenden sind seit Anfang an dabei: die Schriftstellerin Jutta Schlott, Theaterintendant Joachim Kümmritz, Schauspieler Horst Rehberg und Stadtführer Karl-August Puls. Die Landtagsabgeordneten Silke Gajek und Helmut Holter werden lesen, der alte Zoodirektor und der neue Chef beim Arbeitsamt, auch Handwerkskammer und IHK sind vertreten, dazu Journalisten und Schriftsteller, Schauspieler und Puppenspielerin.

Der Eintritt ist jeweils frei, es wird jedoch um Spenden für ein Trinkwasserprojekt der Schweriner Unicef-Gruppe gebeten. Den Tag beschließt traditionell eine Versteigerung aus zweiter Hand mit dem Schauspieler Klaus Bieligk, ein Erlebnis an sich. Doch auch hier gibt es Neues: Vorab-Gebote via Internet, zum Beispiel auf eine Familienkarte für das Weihnachtsmärchen und Ergänzung der "zweiten Hand" durch Originale, die Erzeugnisse des sechswöchigen Grafiksymposiums "DruckStock".

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