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Zeitung für die Landeshauptstadt

24. November 2017 | 16:13 Uhr

Schwerin : Morgenkreis zieht bis Westafrika

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Erzieherinnen aus Togo lernen in Schweriner Awo-Kita am Pfaffenteich

von
erstellt am 15.Okt.2017 | 23:48 Uhr

In der Kita Leuchtturm heißt es jetzt beim Essen „bon appétit!“
Ja, es wird französisch gesprochen in der Alexandrinenstraße 25, ein bisschen jedenfalls. Umgekehrt gibt es in der Kita in Koumondé in Togo nun einen „Morgenkreis“. Hodalo und Djamila, zwei Erzieherinnen aus dem westafrikanischen Land mit Französisch als Amtssprache, haben vier Wochen lang ein Praktikum in der Kindereinrichtung der Arbeiterwohlfahrt gemacht – und jede Menge Anregungen für die Heimat mitgenommen.

Mehr als 100 Mädchen und Jungen besuchen den Kindergarten in Koumondé in Zentral-Togo, dessen Bau durch die Initiative „Nebenan in Afrika“, ein Ehrenamtsprojekt unter dem Dach des Awo-Kreisverbandes Schwerin-Parchim, mit Hilfe von Partnern und Spenden ermöglicht wurde. So war es also kein Zufall, dass die 32-jährige Hodalo und die 37-jährige Djamila in die Awo-Kita am Pfaffenteich gekommen sind, um sich einmal die frühkindliche Erziehung in Deutschland aus aller nächster Nähe anzusehen.

„Hodalo und Djamila haben bei uns einen Einblick in alle Bereiche bekommen“, erzählt Kita-Leiterin Anke Hafemann. Den Morgenkreis, in dem alle wichtigen Themen des Tages mit den Kindern besprochen werden, lernten die Erzieherinnen aus Togo kennen, aber auch die vielfältigen anderen Aktivitäten, die in der Einrichtung mit gut 50 Mädchen und Jungen regelmäßig auf dem Programm stehen.

„Hodalo und Djamila sind sehr aufgeschlossen“, sagt Anett Kropp, Projektleiterin von „Nebenan in Afrika“. Besonders angetan habe es den beiden Afrikanerinnen zum Beispiel der Foto-Geburtstagskalender, der in der Kita Leuchtturm geführt werde, und die bunten Lego-Bausteine hätten sie am liebsten gleich mitgenommen.

„Die Kita Leuchtturm ist ein großer Kindergarten mit vielen Räumen“, schwärmt Djamila. Und Hodalo ergänzt: Die Kinder seien überaus frei, spontan und kreativ. Auch Schwerin hat den Erzieherinnen aus Togo gut gefallen. „Die Stadt ist sehr sauber“, sagt Djamila. Alle Bereiche des Alltagslebens seien geordnet. „Wir sind dankbar, dass man uns die Möglichkeit gegeben hat, nach Deutschland zu kommen und ein Praktikum in einer Kindereinrichtung zu machen“, betont Hodalo. „Allen Menschen, die uns geholfen haben, sagen wir merci.“ Im Dezember wird Anett Kropp wieder nach Togo fliegen und Hodalo und Djamila besuchen. „Nebenan in Afrika“ engagiert sich auch in Gambia. In dem Ort Fajikunda soll noch in diesem Monat ein neuer Kindergarten fertig werden.

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