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Investor gefunden : Möbelwerke haben neuen Eigentümer

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Stadtvertreter wünschen sich Wohnsiedlung / Erster Spatenstich dauert noch

von
erstellt am 31.Dez.2014 | 12:00 Uhr

Das Areal der ehemaligen Möbelwerke Schwerin und des Spezialbau Potsdam zwischen Wismarscher Straße und Ziegelaußensee hat offenbar wieder eine Zukunft. Projektentwickler Jörn Clermont aus Gallentin hat das Grundstück bei einer Zwangsversteigerung erworben. Er will dort ein attraktives Wohngebiet bauen.

„Wenn man über das Gelände fliegt, hat man den Eindruck, dass der Krieg gerade erst vorbei ist“, sagt Jörn Clermont. Dem gebürtigen Mecklenburger ist bewusst, dass eine große Aufgabe vor ihm liegt. Denn viele Jahre hat sich niemand um die Industriebrache gekümmert. Zwar haben die Stadtvertreter bereits 1998 den Beschluss gefasst, einen Bebauungsplan aufzustellen. Doch dieser Beschluss wurde nicht einmal ein Jahr später wieder aufgehoben. Es gab keinen Investor, der dort ein wie auch immer geartetes Vorhaben umsetzen konnte.

Nachdem der Edeka-Markt aus dem Gebäude an der Wismarschen ausgezogen war, hatte die Stadt eine so genannte Veränderungssperre erlassen. So sollte eine „zentrumsrelevante Einzelhandelsnutzung“ verhindert werden. Inzwischen haben die Stadtvertreter erneut beschlossen, einen Bebauungsplan aufzustellen. Dessen Bearbeitung hat die Stadt aber noch nicht angefasst. „Wir wollen erst einmal die Wünsche des Investors hören“, sagt Stadtplaner Günter Reinkober. Auf jeden Fall will die Stadt an ihrem Willen festhalten, auf dem mehr als drei Hektar großen Möbelwerke-Areal eine Wohnsiedlung und nichts anderes zuzulassen. Nicht ganz so hochwertig, wie auf dem ehemaligen Molkereigelände, aber höherwertig als in der Gartenstadt. „Es kann auch aufgelockerter gebaut werden als an der Möwenburgstraße. Zur Wismarschen hin ist durchaus auch ein Geschosswohnungsbau denkbar“, sagt Reinkober.

Für den an der Wismarschen Straße leerstehenden ehemaligen Edeka-Markt wird ebenfalls eine neue Nutzung gesucht. Es soll einen Weg durch das neue Wohngebiet geben – von der Wismarschen Straße hinunter zum Uferweg am Ziegelsee.

Auch Jörn Clermont möchte sich noch nicht konkret zu seinen Plänen äußern. „Ich will erst einmal mit der Stadt reden. Das wird etwa Mitte Januar sein.“ Sicher ist nur: Auch der Projektentwickler will einen Wohnstandort auf dem Möbelwerksgelände. Doch bis zum ersten Spatenstich wird es noch eine ganze Weile dauern. „Bis der Bebauungsplan steht, vergeht mindestens ein Jahr.“

Und über einen Abriss der mit Asbest und anderen Schadstoffen belasteten Gebäude will sich Clermont auch noch nicht äußern. „Das wird Schritt für Schritt in Übereinstimmung mit den Ideen für den Bebauungsplan geschehen“, so der Investor.


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