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Zeitung für die Landeshauptstadt

21. Oktober 2017 | 19:47 Uhr

Schwerin : Möbelwerke-Areal vorm Neustart

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Abrissarbeiten an der Wismarschen Straße liegen auf Eis. Baudezernent: Eigentümer will das Gelände wieder veräußern

von
erstellt am 12.Aug.2017 | 05:00 Uhr

Lange Zeit herrschte geschäftiges Treiben auf dem Gelände der alten Möbelwerke an der Wismarschen Straße. Dann zogen Bagger und Lastwagen ab, bis heute stehen noch eiserne Gerippe und bewachsene Gebäude auf dem Areal. „Der Eigentümer, der das Gelände der Möbelwerke 2014 ersteigert hat, will es jetzt wohl verkaufen“, sagt Baudezernent Bernd Nottebaum und betont: „Das ist legitim.“ Die Stadt will ihn dabei sogar begleiten. „In der Verwaltung haben sich bereits die ersten Interessenten für das Areal gemeldet“, fügt Nottebaum hinzu. Hier sei man offen für neue Investoren. Für die Neubebauung auf dem Gelände gäbe es aktuell einen „groben Aufstellungsbeschluss“. An dem könne bei Bedarf aber noch einmal nachgebessert werden.

Die kleine Fläche am Eingang zum Gelände, die bislang der Grund für die Verzögerungen der Abrissarbeiten zu sein schien (SVZ berichtete), könne wohl „umgelegt“, also dem Gelände der Möbelwerke zugeschlagen werden, so Nottebaum. Damit sei eine gute Zufahrt gesichert.

Das gesamte Areal der alten Möbelwerke ist 31  400 Quadratmeter groß. Der erste Projektentwickler aus der Region stellte sich dort 17 Stadtvillen und acht Mehrfamilienhäuser mit mindestens drei Stockwerken vor. Als Baustart wurde 2017 ins Auge gefasst, die Erschließung sollte, „wenn alles gut läuft“, bereits2016
beginnen.

Bernd Nottebaum sieht die Entwicklungs-Verzögerungen an der Wismarschen Straße noch entspannt. „Für mich ist es wichtig, dass wir jedem, der Interesse hat, in Schwerin ein Haus zu bauen, ein gutes Angebot machen können. Fatal wäre es, wenn wir jungen Familien nichts offerieren könnten. Aber mit den Neubaugebieten Friedrichsthal und Lankow sind wir gut aufgestellt.“ Deshalb habe es nicht oberste Priorität, die Möbelwerke in den nächsten drei bis sechs Monaten an den Mann zu bringen. „Das ist ein hochattraktiver Standort“, betont Nottebaum. Er ist sicher, dass sich hier etwas Gutes entwickeln lässt.

Gegründet wurde das Schweriner Möbelwerk 1923 als Mecklenburgische Holzindustrie AG. 1948 entstand der VEB Möbelwerke Schwerin. Der volkseigene Betrieb produzierte vornehmlich Schlafzimmermöbel und Küchen. 1994 verkaufte die Treuhand den Betrieb an die Firma Bestwood, die vor allem die Spanplattenfabrik in Ribnitz-Damgarten betrieb. Das Werk in Schwerin wurde aber geschlossen. Seitdem liegen die Flächen brach.   


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