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17. Oktober 2017 | 15:21 Uhr

Wittenförden : Moderne Technik hilft Fensterbauern

vom

Bei der Modernisierung ihrer Produktionsanlage liegen die Fensterbauer Wittenfördens gut in Zeitplan. Bis Ende des Jahres soll die erste von zwei hochmodernen CNC-Anlagen montiert sein. Sie sind präziser und schneller.

svz.de von
erstellt am 10.Dez.2012 | 06:27 Uhr

Wittenförden | Bei der Modernisierung ihrer Produktionsanlage liegen die Fensterbauer Wittenfördens gut in Zeitplan. Bis Ende des Jahres soll die erste von zwei hochmodernen CNC-Anlagen montiert sein. Diese Maschinen sind durch den Einsatz moderner Steuerungstechnik in der Lage, Werkstücke mit hoher Präzision auch für komplexe Formen automatisch herzustellen. Im Vergleich zu mechanisch gesteuerten Maschinen sind sie noch präziser und schneller. So will das Unternehmen Menck die Produktivität erhöhen.

Im Januar soll bereits ein Teil der hier gebauten Fenster und Türen aus Holz bzw. Holzmetall auf der neuen Anlage hergestellt werden, informiert Firmenchef Rolf Menck. Die Mitarbeiter sind geschult worden, helfen derzeit bei der Montage der Anlage und machen sich so schon mit der modernen Technik vertraut. Die zweite CNC-Anlage wird im Februar installiert, so dass Schritt für Schritt auf die neue Anlage umgestellt werden kann.

Die Menck Fensterbau GmbH, die ihren Hauptsitz in Hamburg hat, investiert in ihre Produktionsstätte Wittenförden 3,8 Millionen Euro. Ein Drittel davon steuern Land, Bund und EU in Form von Fördermitteln bei. Das gesamte Vorhaben soll Ende 2013 abgeschlossen sein. Im Sommer dieses Jahres konnte Menck Fensterbau die neue 1300 Quadratmeter große Fertigungshalle in Betrieb nehmen und so die Arbeitsplätze in der Endmontage optimieren. Beispielsweise erleichtern nun Transporthilfen die einst körperlich schwere Arbeit ungemein. Denn Fenster mit Dreifach-Verglasung wiegen schwer. Mussten die Fenster früher per Hand bewegt werden, übernehmen dies jetzt Hilfsgeräte. Rolf Menck: "Solche Maßnahmen sollen dazu beitragen, dass ältere Arbeitnehmer möglichst bis 65 und später bis 67 hier arbeiten können."

Mit der Montage der neuen CNC-Anlagen wird die alte Anlage überflüssig. Sie soll voraussichtlich im Spätsommer demontiert werden. Diesen Platz will das Unternehmen künftig als Ausbildungswerkstatt nutzen. Die Firma bildet schon seit Jahren aus, in der Regel sind es drei bis vier Lehrlinge pro Jahr. Künftig sollen es noch mehr werden. "Wir bieten moderne Arbeitsplätze, die sehr zukunftsorientiert sind", betont der Firmenchef. Derzeit absolvieren neun Lehrlinge eine Ausbildung zum Holzmechaniker, zwei zum technischen Zeichner. Bisher wurden zwei Drittel der Ausgebildeten auch übernommen, Das hänge primär von der Leistung des Einzelnen ab, sagt Rolf Menck.

Die Anforderungen an die Fensterbauer seien in den vergangenen Jahren erheblich gestiegen, erklärt der Firmenchef. Vor allem was Energieeffizienz und Produktvielfalt betreffe. Bei der Sanierung in Altbauten, die zum Teil denkmalgeschützt sind, werden individuell gefertigte Fenster benötigt. Das seien bislang Sonderanfertigungen gewesen. Mit der neuen computer- und lasergesteuerten Fertigungstechnik lässt sich der Aufwand für solche Spezialaufträge erheblich reduzieren

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