Look 2014 : „Mode hat mit Toleranz zu tun“

Nicht nur pfiffige Kleidung für Frauen: Auf der Look präsentieren Models auch Herrenmode. Bei der dritten Auflage ist auch ein männlicher Designschul-Absolvent dabei.
Nicht nur pfiffige Kleidung für Frauen: Auf der Look präsentieren Models auch Herrenmode. Bei der dritten Auflage ist auch ein männlicher Designschul-Absolvent dabei.

Kiel-Schwerin-London: Nachwuchs-Designer Jonas Hamann stellt auf der Look-Modenschau seine ungewöhnliche Kollektion „Interlude“ vor

svz.de von
02. Juli 2014, 22:00 Uhr

Schon als Kind hat Jonas Hamann gerne mit Kleidung experimentiert und sich ungewöhnliche Outfits ausgedacht. Fasching war immer ein Riesenspaß für die ganze Familie: Wenn Jonas als Zahnpastatube losgehen wollte, setzte Mama das Kostüm um. Sie ist freie Künstlerin. Papa machte die originalgetreue Scancode-Aufschrift. Er ist Grafiker. Sohn Jonas ist seit wenigen Tagen Modedesigner. Der einzige junge Mann im Abschlussjahrgang 2014. Jonas stammt aus Kiel, hat sich aber in drei Jahren in Schwerin verliebt: „Schwerin ist eine total schöne Stadt – die Architektur, die Seen. Als Studienort ist es gut, weil man sich wirklich auf sein Studium oder seine Ausbildung konzentrieren kann. Wenn ich viele Inspirationen brauchte, bin ich schnell nach Berlin gefahren.“ Dorthin will er auch jetzt gehen, für ein Jahr als Stylist arbeiten und ein bisschen Geld verdienen. Danach steht London auf der Wunschliste. Jonas möchte eventuell ein College besuchen, eine Weiterbildung als Stylist machen und möglichst bei verschiedenen Designern arbeiten. „Realität erleben“ nennt der 20-Jährige das. „Ich schaue, was kommt. Erst einmal denke ich in kleinen Schritten. Mein Traum wäre es, im ‚Dreieck‘ Fotografen – Stylisten – Designer zu arbeiten.“

Am Sonnabend auf der Look-Modenschau im medienhaus:nord zeigt er eine Herrenkollektion mit besonderen Muster- und Materialmix. Hochwertige Schurwollstoffe kombiniert er mit Lack und Kunststoff. Jonas Hamanns Stil ist androgyn, vermischt die klassischen Geschlechtergrenzen. „Androgynität steht für eine Entwicklung in der Gesellschaft und der Mode und hat für mich viel mit Toleranz zu tun.“ Oberthema der Abschlusskollektion ist in diesem Jahr übrigens „Das Ende vom Lied“. Jonas hat seinen Outfits den Titel „Interlude“, also Zwischenmusik, genannt. Inspirieren ließ er sich dabei von Amy Whinehouse, Kurt Cobaine und Lefthouse – Rebellen und Individualisten. In dieser Tradition steht Jonas in Sachen Mode. Er hat schon immer mit Kleidung experimentiert – fast immer anders, als es als „normal“ angesehen wurde. „Es waren auch Modesünden dabei. Aber ausprobieren gehört dazu“, sagt er. „Das Anecken mit meinem Stil hat mich gestärkt. Ich habe mich gut gefühlt, meinen eigenen Kopf zu haben. Und ich habe schon sehr früh gewusst, dass ich einmal in einem kreativen Beruf arbeiten werde.“

SVZ verlost Tickets für Look
Restkarten für die Look gibt es nur noch an der Abendkasse im medienhaus:nord. Aber es gibt auch dreimal zwei Karten zu gewinnen. Die wievielte Look feiern wir am Sonnabend? Rufen Sie heute zwischen 8 und 18 Uhr unsere Hotline 0137-826009910 an und nennen Sie uns Ihre Lösung, Ihren Namen, die Anschrift und Telefonnummer. Der Anruf kostet 50 Cent aus dem deutschen Festnetz, gegebenenfalls abweichende Preise aus dem Mobilfunknetz. Die drfei ,Gewinner werden von uns direkt benachrichtigt. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen.


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen