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Störende Tempo-Messer : Mobile Blitzer behindern Schweriner

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"Ein deutlicher Hinweis, dass es dem Ordnungsamt eben nicht um Verkehrssicherheit, sondern um möglichst hohe Einnahmen geht, bietet die ehemalige Messstelle in der Reiferbahn".

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erstellt am 07.Aug.2013 | 11:56 Uhr

Schwerin | Mehrere SVZ-Leser fühlen sich immer wieder von mobilen Blitzern in der Landeshauptstadt gestört. Fußgänger, vor allem Rollstuhlfahrer, Menschen mit Rollatoren und Mütter mit Kinderwagen, würden durch die Messgeräte wiederholt behindert. "Insbesondere in der Lübecker Straße erschließt sich nicht, warum die Kabel quer über den Bürgersteig gelegt werden müssen", fragt "Blitzerwarner Schwerin". Die Facebook-Seite befasst sich seit dem Jahr 2011 mit Geschwindigkeitsmessungen in der Landeshauptstadt.

Auch an folgenden Messpunkten seien die Blitzer so aufgestellt, dass sie den Verkehr behindern: An der Umgehungsstraße in Richtung Dreesch auf Höhe der Haltestelle Haselholz, in der Rogahner Straße Ecke Schulzenweg sowie auf Höhe des Fußgängertunnels, in der Lübecker Straße stadtauswärts vor Lidl, in der Brunnenstraße und in der Crivitzer Chaussee an der Ecke Plater Straße.

Auch SVZ-Leserin Silvia Rabethge fühlt sich von mobilen Blitzern behindert. "Einige Bewohner des Mühlenbergs in Lankow haben sich in den vergangenen Wochen gleich mehrfach geärgert", schreibt sie. Dort stand ihren Angaben nach ein getarnter Blitzer im Gras kurz hinter der Ausfahrt aus dem Wohngebiet in Richtung Innenstadt. "An dieser Stelle gibt es aber kaum Fußgänger, dafür hauptsächlich motorisierte Anwohner, die nach dem Tempo 30 auf dem Mühlenberg für die 50er-Zone ein wenig Gas geben. Mir ist allerdings nicht bekannt, dass sich hier eine Schule, eine Kita oder ein Altenheim befinden. Aber vielleicht handelt es sich bei dieser Stelle ja um einen Unfallschwerpunkt unserer Landeshauptstadt", vermutet Silvia Rabethge. Inzwischen sei das hohe Gras abgemäht - "kein Platz mehr zum Verstecken für die Ordnungsamtsblitzer".

"Ein deutlicher Hinweis, dass es dem Ordnungsamt eben nicht um Verkehrssicherheit, sondern um möglichst hohe Einnahmen geht, bietet die ehemalige Messstelle in der Reiferbahn", berichtet "Blitzerwarner Schwerin". Als in diesem Bereich noch Tempo 30 gegolten hatte, blitzte es dort teilweise mehr als tausendmal am Tag, wie die Seitenbetreiber berichten. "Gerne wurde hier gemessen. Mittlerweile gilt dort Tempo 50. Seitdem keine Kontrollen mehr. Auch jetzt darf man davon ausgehen, dass dort die Höchstgeschwindigkeiten von damals erreicht werden, aber die Masse fährt dort nicht mehr so schnell, dass die Stadtkasse klingelt. Die angeblichen Gefahren sind weiter vorhanden."

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