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Selbsttest in Schwerin : Mit Stoffbeuteln und Gläsern

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Redakteurin Annegret Behncke versucht eine Woche lang, so wenig Müll wie möglich zu produzieren

von
erstellt am 09.Aug.2017 | 12:00 Uhr

„Nach und nach werden wir weitere Produkte zum Abfüllen anbieten“, verspricht mir Dörte Nieland. Mit Stoffbeuteln und Gläsern bewaffnet stehe ich in ihrem Hofladen in Medewege und lasse mir Mehl mahlen und abfüllen. Auch Milch, Obst, Gemüse, Trockenfrüchte, Gummibärchen, Antipasti, Wurst, Käse, Brot, Brötchen und Kuchen könnte ich mir hier in meine Behältnisse füllen lassen. Doch das meiste habe ich bereits in der Stadt gekauft: Brot vom Bäcker, Obst und Gemüse aus dem Supermarkt, Milch und weitere Getränke aus der Glas-Pfandflasche. Und auch Wurst und Käse lasse ich mir frisch in meine Dosen packen. Allerdings nicht ganz verpackungsfrei: zwischen der Wurst liegt Folie, der Käse ist in Papier gewickelt. Aus hygienischen Gründen müsse sie es so machen, entgegnet mir die Verkäuferin auf meine Bitte, die Verpackung doch wegzulassen. Die Folie hat aber noch einen weiteren Sinn: trennt man die Wurst- und Käsesorten voneinander, bleiben sie länger frisch.

Nun fehlt mir noch Butter. Weder im Supermarkt noch in Medewege werde ich fündig. Und auch im Biomarkt in der Lübecker Straße gibt es sie nicht unverpackt. Dennoch hat die Mitarbeiterin einen Tipp: „Kaufen Sie doch Sahne in der Glasflasche und machen sich selbst ein Stück Butter.“ Gesagt, getan. Die Sahne schlage ich mehrere Minuten mit dem Mixer, bis sie fest wird und schließlich zu Butter. Ich gieße die Masse durch ein Sieb, so dass die restliche Flüssigkeit abläuft. Das Stück Butter forme ich zurecht und lege es auf einen Teller in den Kühlschrank.

Vor ein paar Problemchen stehe ich nun noch: Hundefutter gibt es nur verpackt. Und wo bekomme ich eigentlich Putzmittel, Duschgel, Zucker, Salz und Co. her? „Das wird sich ändern – bis Ende des Jahres werden wir ein Regal mit mehreren Spendern zum Selbstabfüllen im Laden haben“, verspricht mir Dörte Nieland. Klasse – doch was mache ich bis dahin?

Wie es mir den Rest der Woche ergeht, lesen Sie am Montag.

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