zur Navigation springen

Schweriner Drachenbootfestival : Mit Schlachtruf in den Drachenkampf

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Beim 26. Drachenbootfestival wurde gepaddelt, gejubelt und gefeiert: „De Döspaddels“ aus Leer gaben auf dem Wasser und an Land alles

svz.de von
erstellt am 27.Aug.2017 | 21:00 Uhr

„Wel bünd wi?“, ruft Ingo Schenk. Aus zwanzig Kehlen hallt es ihm entgegen: „De Döspaddels!“. „Wat bünd wi?“, fragt der Drachenbootsportler. „Stark an't Paddel!“, antworten seine zwanzig Mannschaftskameraden mit martialischem Gebrüll. Mit einem abschließenden „Döööspaddels“ schließen die Sportler ihren Schlachtruf ab und gehen auf die 1000-Meter-Distanz an den Start. Wie 114 andere Teams sind „De Döspaddels“ am Wochenende in die Landeshauptstadt gekommen, um am 26. Drachenbootfestival teilzunehmen.

 

„Schwerin ist der Höhepunkt der Saison. Die Leute und das Flair hier sind einzigartig“, erzählt Schenk. Gemeinsam mit seinem Team ist er aus Leer in Niedersachsen angereist, um mit anderen Mannschaften um die Wette zu paddeln. Dabei sind Teams aus Deutschland und den europäischen Nachbarländern wie den Niederlanden oder Polen an den Pfaffenteich gereist. Doch der Wettkampf auf dem Wasser ist nicht alles für die Drachenbootsportler. „Natürlich feiern wir abends auch ordentlich“, erzählt Ann-Christin Schenk. Die Tochter des Mannschaftskapitäns sitzt selbst mit im Boot. Allerdings hat sie kein Paddel in der Hand, sondern sorgt an der Trommel mit rhythmischen Schlägen für den richtigen Takt.

Bevor es abends allerdings zur Bühne geht, legen einige der „Döspaddler“ noch eine Pause ein. „In diesem Jahr schlafen wir in einem Hotel direkt am Pfaffenteich“, erklärt Ann-Christins Mutter Anja. Die Leererin komplettiert das Schenksche Drachenboot-Dreigespann und paddelt ebenso wie Ehemann Ingo mit. „Für eine Pause ist das wirklich super. Wir müssen nicht erst weit fahren, bis wir wieder hier sind.“ Doch all zu lange geht die Feierei nicht: Am Sonntagmorgen muss das Team um 9.30 Uhr schon wieder aufs Wasser. Leicht geschlaucht, aber top motiviert steigen die „Döspaddels“ in ihr Boot und gehen an den Start.

Am Ende hat es für die Mannschaft aus Leer zu Platz 60 auf der 1000-Meter-Distanz gereicht. „Natürlich wären wir lieber weiter vorne gelandet“, sagt Ingo Schenk. Im Vorfeld hätte man sich zwar mehr erhofft, aber die Platzierung sei im Endeffekt zweitrangig. „Der Spaß treibt uns an. Wir sind alle wie eine große Familie und sind gerne gemeinsam unterwegs – egal ob auf dem Wasser oder dem Land.“

Etwas besser lief es für die „Bahnpiraten“: SVZ hatte die DB-Regio-Mannschaft im Vorfeld begleitet, das Ziel der Recken war das A-Finale beim „Business Race“. Zwar wurden sie beim Finallauf Sechster –  aber die Medaillen ließen die Anstrengung nach dem kräftezehrenden Paddeln schnell vergessen. Und: Ihr Ziel haben sie erreicht.
 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen