zur Navigation springen
Zeitung für die Landeshauptstadt

17. Oktober 2017 | 15:23 Uhr

Schweriner Musiker : Mit Pauken und Trompeten gesiegt

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Jugendsinfonieorchester Schwerin gewinnt mit Engagement, Kreativität und Professionalität den Deutschen Orchesterpreis

von
erstellt am 31.Aug.2017 | 12:00 Uhr

Gut 60 musikbegeisterte Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 17 Jahren haben sich im Jugendsinfonieorchester Schwerin zusammengefunden. Sie üben nicht nur gemeinsam und mit Unterstützung von Profis der Staatskapelle, sie geben auch eigene Konzerte – und zwar sehr erfolgreich: Sie haben den Deutschen Jugendorchesterpreis gewonnen. Dieser wird ihnen am 15. Oktober auf Schloss Weikersheim, dem Sitz der Jugendmusikorganiation Jeunesses Musicales Deutschland, verliehen.

Doch wie ist es dem jungen Klangkörper, dessen Besetzung altersbedingt jedes Jahr zu 20 Prozent wechselt, gelungen, so eine Professionalität beim Musizieren zu entwickeln? Die Antwort gibt Dr. Jenny Svensson, die Managerin des Orchesters: „Das Gesamtkonzept stimmt. Hier arbeiten ganz viele Akteure Hand in Hand zusammen“, erklärt sie. Volker Ahmels, Landesvorsitzender von jeunesses Musicales, ergänzt: Schwerin sei in der vorteilhaften Situation, zwei sehr professionell arbeitende Musikschulen zu haben: das Konservatorium und die Musik- und Kunstschule Ataraxia, aus deren Schülern sich das Jugendsinfonieorchester im Wesentlichen zusammensetze. Mit Stefan Kelber habe es einen sehr engagierten Dirigenten. Nicht zu unterschätzen sei die Vorbildrolle des Theaters mit seiner Staatskapelle bei der Motivation der jungen Leute. Und die Orchesterarbeit werde durch mehrere Mentoren sowie die Patin Brigitte Feldtmann unterstützt.

Maßgeblich für den Gewinn des Bundespreises indes war das eigene Engagement der jungen Leute. Eine Projektgruppe hatte seit Jahresbeginn ein spezielles Konzertprogramm erarbeitet, mit dem sich die Schweriner neben 30 weiteren Klangkörpern am Bundeswettbewerb beteiligt hatten. Es wurde am 23. April in der Paulskirche aufgeführt und hatte neben einer sehr schwierigen Hindemith-Ouvertüre auch zwei Uraufführungen im Programm – Kompositionen der jungen Schweriner Dorian Pfefferkorn und Johannes Tockhorn. „Die Juroren, alle Kenner der Jugendorchesterlandschaft, waren begeistert von der Freude und Energie, mit denen die Jugendlichen die Herausforderungen meisterten“, berichtet Ahmels.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen