Neue Lampen in Peckatel : Mit Lichterfest ins Jubeljahr

Auch der Schneefall konnte die Feierlaune auf dem Dorfplatz von Peckatel nicht trüben.
Auch der Schneefall konnte die Feierlaune auf dem Dorfplatz von Peckatel nicht trüben.

Peckatel hat als erster Ortsteil von Plate eine stromsparende Straßenbeleuchtung / 680-Jahr-Feier kann kommen

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13. Dezember 2017, 16:00 Uhr

Den Peckatelern ist in diesem Advent mehr als ein Licht aufgegangen: In diesem Ortsteil von Plate wurde die komplette Straßenbeleuchtung erneuert und mit stromsparender LED-Technik versehen. Rund 200 000 Euro hat das gekostet. Da die Fertigstellung in den Dezember fiel, machten die Peckateler aus dem Einweihungs- gleich ein Lichterfest. Dabei wurde der Dorfplatz rund um die Peckateler Kirche nicht nur durch die modernen Laternen, sondern zusätzlich mit Feuerschalen und Fackeln erhellt. Zahlreiche Peckateler und Bekannte aus der Nachbarschaft trafen sich dort, tauschten sich am Grillstand und bei Glühwein aus. Ehrengast am Montagabend war Energieminister Christian Pegel. Er beglückwünschte die Peckateler und bedankte sich bei den Gemeindevertretern von Plate für deren Mut, so einen großen Schritt zu wagen. „Denn es ist keine leichte Entscheidung Tausende von Euro in die Straßenbeleuchtung zu stecken“, so Pegel.

Doch genau das macht die Gemeinde Plate. Peckatel war dabei nur der erste von vier Abschnitten, in der die Straßenbeleuchtung in allen drei Dörfern erneuert wird. Consrade ist im nächsten Jahr an der Reihe, Plate selbst folgt in zwei weiteren Abschnitten. Etwa 960  000 Euro wird das unterm Strick kosten und soll 2020 vollendet sein.

„Wir haben das Thema seit Jahren auf der Agenda“, betonte Bürgermeister Ronald Radscheidt. 2015 gab es eine Bestandsaufnahme. Das Resultat: Die bislang eingesetzten Leuchten mit Quecksilber und Natriumdampf verbrauchen viel Strom. Einige der Laternen und Teile des Leitungsnetzes waren marode. Die Plater entschieden sich für eine komplette Erneuerung, suchten dafür aber auch lange dem passenden Fördertopf. Mit Hilfe des Landes kamen sie so an EU-Mittel für die Reduzierung des Kohlendioxid-Ausstoßes. Die Hälfte der Gesamtsumme wird so bezahlt 400 000 Euro muss die Gemeinde aus ihrem Haushalt beisteuern, 80 000 Euro kommen aus einem weiteren Bundesprogramm. Für Radscheidt ist aber klar, dass das gut angelegtes Geld ist. Der Bürgermeister setzt an gleich zwei Stellen auf Einsparungen: Bislang zahlt die Gemeinde 30  000 Euro pro Jahr für den Strom der Straßenbeleuchtung. Die neuen LED-Leuchten verbrauchen nur rund ein Viertel der Energie im Vergleich zu den alten. Hinzu kommt: Die Reparturkosten am alten System waren nicht nur hoch, sondern steigen stetig an. Dass Peckatel beim Projekt als erstes Gemeindedorf an der Reihe war, hatte einen einfachen Grund: Dort waren die Mängel am größten, betont Radscheidt.

Nun ist die Freude dort um so größer. Und zugleich machen die Einwohner das Lichterfest zum Auftakt für das Dorfjubiläum im kommenden Jahr. Dann wird Peckatel 680 Jahre alt. Gemeindevertreterin Evelyn Döffinger lud schon jetzt alle Peckateler zum Mitmachen bei den übers Jahr verteilten Aktionen ein. Höhepunkt wird das Festwochenende Ende August/Anfang September sein.

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