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Zeitung für die Landeshauptstadt

14. Dezember 2017 | 22:04 Uhr

Einzelhandel : Mit frischen Ideen gegen Leerstand

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Werbegemeinschaft Altstadt und Citymanagement unterstützen gemeinsam kreative Geschäftskonzepte

von
erstellt am 09.Feb.2015 | 12:00 Uhr

Schwerins Einzelhandel ist in Bewegung. In der Innenstadt haben in den vergangenen Wochen nicht wenige Läden zugemacht, andere wurden eröffnet und an einigen Schaufenstern künden Plakate von bevorstehenden Geschäftseröffnungen. „Es ist ganz normal, dass es Veränderungen gibt. Von einer Pleitewelle oder einem schwierigem Klima für Geschäftsleute kann keine Rede sein“, sagt Citymanagerin Sabine Steinbarth, die eng mit der Werbegemeinschaft Altstadt zusammenarbeitet.

Ein kleiner Rundgang durch die Innenstadt untermauert das: Ins Erdgeschoss des lange leer stehenden und nun sanierten Eckhauses Puschinstraße, Großer Moor sind vor einigen Monaten ein Blumenladen und ein italienisches Restaurant eingezogen. Im Gegensatz dazu hat ein paar Meter weiter in der Puschkinstraße der „Laden 28“ aufgegeben. Dafür hat genau gegenüber ein neues Modegeschäft für Herren aufgemacht. Der große Laden daneben, der zwölf Jahre Mode anbot, ist wiederum zu. In seinen Schaufenstern hängen jedoch attraktive Poster, die auf eine baldige Neueröffnung als „Pretty Women“ hinweisen. „Hier will eine ehemalige Angestellte das Zepter übernehmen“, weiß Sabine Steinbarth.

Genau gegenüber steht auch ein Inhaberwechsel an: im Musikhaus Althen & Claussen. Den Namen soll es weiter tragen, nur dass dort künftig das Pianohaus Kunze seinen Hauptsitz haben wird. Auch das Erdgeschoss des alten IHK-Gebäudes hat rasch neue Nutzer gefunden. Im „Talula“ gibt es Acessoires, Schmuck und vieles mehr.

Beim Blick in die Schlossstraße fällt auf, dass nun das „Schlossquartier“ steht – zunächst im Rohbau. „Das wurde aber auch Zeit, denn über Jahre hat diese große Baulücke das Stadtbild beeinträchtigt“, sagt die Citymanagerin. Allerdings hat sie ein paar Meter weiter schon ein neues Sorgenkind: „Die Mecklenburgstraße hat im unteren Bereich plötzlich ungewohnten Leestand“, sagt sie. „Nur gut, dass sich das italienische Bistro und Restaurant neben der verbretterten Schauburg so schnell und so gut entwickelt hat.“ Mittlerweile werden in drei benachbarten ehemaligen Läden mediterrane Spezialitäten serviert. Jetzt gerade sind jedoch Betriebsferien, verkündet ein Schild. Im Haus Nummer 28, dem alten Kaufhaus, hängt ebenfalls ein Schild. Dort ist jedoch niemand im Urlaub, sondern es steht ein Markenwechsel an: Aus Reno wird Leiser. Am 5. März soll Neueröffnung sein, weiß die Citymanagerin.

Ein paar Schritte weiter, am Pfaffenteich-Südufer, hat sich das Blumenhaus auf den Nachbarladen erweitert. Neu in der Friedrichstraße ist der Ableger von Lille Kids aus der Buschstraße. Ebenso der Laden Nr. 14. Dort hat Daniela Steil ihre „Schatzinsel“ eröffnet. Sie bietet kunstvoll gefertigte Unikate. „Ich hatte am Existenzgründerwettbewerb vor zwei Jahren teilgenommen, aber keinen Preis gewonnen. Meine Geschäftsidee habe ich trotzdem umgesetzt“, berichtet sie stolz.

Eine andere gute Geschäftsidee will die Citymanagerin unbedingt noch vorstellen: drei kreative Frauen, die gemeinsam einem Laden betreiben. In der Münzstraße verkaufen Keramikerin Diana Hanczyk, Filz- und Strick-Designerin Annette Schroeder und seit Januar Malerin Beate Keil ihre Erzeugnisse. Da sie sich beim Verkaufen abwechseln, bleibt Zeit für die kreative Arbeit. „Ich finde, dies ist ein tolles Modell, um Ladenmieten klein zu halten“, sagt Steinbarth.

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