zur Navigation springen
Zeitung für die Landeshauptstadt

18. November 2017 | 15:17 Uhr

Konzert in Schwerin : Mit einer Flunkerei zum Erfolg

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Schlager-Duo Fantasy blickt morgen in der Sport- und Kongresshalle auf 20 Jahre Bandgeschichte zurück, die ungewöhnlich begann

Zuerst sangen sie getrennt, vor zwei Jahrzehnten kreuzten sich ihre Wege, seitdem sind Freddy Malinowski und Martin Hein als Fantasy in der Schlagerwelt unterwegs. Dabei begann alles mit einer kleinen Flunkerei, wie Sänger Freddy Malinowski im SVZ-Interview mit Christina Köhn verrät.

Sie kennen sich seit mehr als 20 Jahren, sind seit 1997 als Schlager-Duo unterwegs. Da gibt es sicherlich viele besondere Momente?
Es gab viele schöne, aber auch negative Erlebnisse. An eines erinnere ich mich noch genau. Für unseren ersten Plattenvertrag haben wir geflunkert. Wir hatten eigentlich gar keinen Termin, haben das aber behauptet. Da hatten wir wirklich Schiss und Nervenflattern. Aber es hat funktioniert und ist nicht aufgefallen. Zum Glück.
Wenn Sie so viel unterwegs sind, gehen Sie sich da auch mal auf die Nerven?
Ja natürlich, aber nie lange. Wir sind wie ein altes Ehepaar, können auch gemeinsam schweigen und wenn sich einer Kopfhörer aufsetzt, heißt das für den anderen: Nicht ansprechen, das ist eine Auszeit.
Was schätzen Sie aneinander?
Wir haben nie aufgegeben, sind Kämpfernaturen und können uns durchsetzen.
Morgen tritt Fantasy um 19.30 Uhr in der Sport- und Kongresshalle auf. Waren Sie schon mal in Schwerin?
Wir waren schon öfters in der Stadt, jedoch nur sehr kurz. Zeit für Sightseeing bleibt nicht. Die Menschen denken, wenn wir so viel rumkommen, haben wir auch Zeit, uns die Städte anzusehen. Aber in den vergangenen zwei Jahren haben wir mehr als 200 Konzerte gespielt. Das ist immerhin unser Beruf.
Worauf können sich die Fans freuen?
Auf eine Zeitreise durch 20 Jahre Fantasy. Wir werden zurückblicken und erzählen, wie es zu unserem Schlager-Duo gekommen ist. Dazu gibt es bekannte Hits und aktuelle Lieder.
Ihr Sohn Sandro ist ebenfalls Schlagersänger, ihr Gesangspartner Martin Hein mit einer Schlagersängerin verheiratet. Bestimmt dieses Musik-Genre Ihr Leben?
Ja, definitiv. Auch wenn ich nicht immer Schlagerfan war. Ich habe sehr gerne Modern Talking gehört, wie wohl fast jeder. Und privat höre ich auch gerne Musik aus meiner kroatischen Heimat und Lieder aus den 1980er-Jahren, die sind zeitlos. Nur Metal und Hard Rock kommt mir nicht auf die Ohren.
Wenn Sie nicht unterwegs sind, haben Sie Zeit für Hobbys?
Musik ist mein Hobby, ich habe es zum Beruf gemacht. Aber wenn ich mal Zeit habe, spiele ich Tennis und baue sehr gerne. Zu Hause stelle ich oft Möbel um und gehe gerne zu Auktionen und auf Flohmärkte.

Haben Sie zwischenzeitlich ans Aufhören gedacht?
Das haben wir immer wieder. Aber unsere Leidenschaft für die Musik ist zu groß und zu zweit sind Hürden viel einfacher zu bewältigen.
Vergangenen Monat haben Sie sich als homosexuell geoutet. War das ein schwerer Schritt und wie haben Kollegen und Fans reagiert?
Es war ein langer Prozess. Ich wollte niemandem vor den Kopf stoßen. Außerdem sollte meine Familie hinter mir stehen. Viele Kollegen wussten das schon seit einigen Jahren. Die Reaktion unserer Fans ging mir sehr nahe, sie basteln Collagen von mir und meinem Lebenspartner und posten sie in den Sozialen Medien. Ich bin dankbar, solche Fans zu haben.




zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen