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Standortplan im Internet : Mit einem Klick zum Defibrillator

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Bundesweite Datenbank im Internet listet auch Rettungsgeräte in Schwerin auf / Stadt plant eigene Übersicht bis Ende des Jahres

von
erstellt am 05.Mai.2016 | 23:52 Uhr

Ein Defibrillator kann Leben retten. Durch gezielte Stromstöße hilft das kleine Gerät, lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen zu beheben. Die Stadt arbeitet derzeit an einer Datenbank, in die die Standorte von Defibrillatoren eingetragen werden können – damit sie bei Bedarf schnell im Internet abrufbar sind (SVZ berichtete). Es gibt im Netz aber bereits Übersichten, die Auskunft über die nächstgelegenen Geräte geben – auch in Schwerin. Darauf weist der Vorsitzende des Vereins „definetz“, Friedrich Nölle, hin. Das von „definetz“ zusammengestellte Defikataster sei dabei das Angebot mit den meisten erfassten Standorten – zurzeit knapp 18 000 in ganz Deutschland.

Unter der Internet-Adresse http://defikataster.de/indi/getmap.html?Ort=Schwerin finden Interessierte die Standorte der Defibrillatoren in der Landeshauptstadt. Eingetragen sind unter anderem die Geräte in der Sport- und Kongresshalle, in der Bundesnetzagentur im Pappelgrund, im Eisenbahn-Bundesamt in der Pestalozzistraße, im Stadthaus, im Schlosspark-Center, in der Marienplatzgalerie, im Mecklenburgischen Staatstheater, bei der Industrie- und Handelskammer in der Graf-Schack-Allee und im Landwirtschaftsministerium im Paulshöher Weg.

Ziel des Vereins „definetz“ sei es, eine bundesweit einheitliche Datenbasis zu schaffen, erklärt Nölle. „Dabei unterstützen uns bisher weit mehr als 100 Kommunen bzw. Organisationen. Selbstverständlich können Kommunen oder vergleichbare Einrichtungen auch ihre Daten bei uns selbstverantwortlich pflegen.“ Eine Pflege durch Internet-Nutzer lehne der Verein jedoch ab, so der Vorsitzende. „Zwar nehmen wir gerne Hinweise auf neue Standorte entgegen, jedoch werden diese von hauptamtlichen Mitarbeitern überprüft und erst dann freigegeben.“

Die geplante Datenbank der Stadt soll bis Ende des Jahres online gehen. Besitzer von Defibrillatoren in Schwerin können die Standorte der Geräte dann selbst eintragen. Grundsätzlich könne sich jeder Bürger einen so genannten Automatischen Externen Defibrillator, kurz AED, kaufen und bei sich aufstellen, sagt Dr. Stephan Jakobi, Leiter des Fachdienstes Feuerwehr und Rettungsdienst. Die Geräte seien von Laien ohne vorherige Einweisung zu bedienen.



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