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Zeitung für die Landeshauptstadt

23. Oktober 2017 | 13:51 Uhr

Tourismus um Schwerin : Mit der Blauen Acht punkten

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Tourismusverein nimmt die Form des Schweriner Sees auf – und will die als Marke etablieren

von
erstellt am 22.Aug.2017 | 08:00 Uhr

Aus Neun plus Zehn wird Acht! Was mathematisch widersinnig klingt, hat durchaus Hand und Fuß. „Wer die Radtour 9 um den Schweriner Außensee und die Tour 10 um den Innensee zusammenlegt, erhält die Blaue 8“, erklärt Brigitte Bullerjahn von der Touristinformation des Vereins Schweriner Seeland und zeigt auf den neuen Informationstafeln und Faltblätter auch gleich, wie die aussieht. „Sieht gut aus“, fügt Henry Marek hinzu. „Die besondere Form des Schweriner Sees kommt gut rüber.“ Der Inhaber vom Ferienpark Retgendorf ist zudem sehr zufrieden mit der inhaltlichen und grafischen Umsetzung der Idee, die er vor knapp zwei Jahren aus den Alpen mitgebracht hat. In Vorarlberg werden Skipisten mit einer Weißen Acht beworben, in Südtirol eine Tour zu Erinnerungsstätten zum Ersten Weltkrieg ebenfalls mit einer Acht, nennt Marek Beispiele. „Wir schaffen jetzt eine Blaue Acht und wollen die als touristische Marke für den Schweriner See etablieren.“

Die erste Schritte auf dem Weg dahin sind nun gemacht worden: Sechs große Werbetafeln stehen bereit, sechs weitere kommen demnächst hinzu. Und der Tourismusverein Schweriner Seeland ließ 10 000 Faltblätter drucken. „Die liegen bei uns in Hohen Viecheln, bei der Schweriner Stadtmarketinggesellschaft und bei vielen touristischen Unternehmen rund um den See aus“, erzählt Bullerjahn. Dort wird nicht nur auf die beiden Rundkurse um Innen- und Außensee hingewiesen. Die Gäste erhalten Tipps, was diese entlang der Strecke entdecken und erkunden können. „22 Partner haben mitgezogen“, freut sich Brigitte Bullerjahn. Und selbst die, die zu Beginn skeptisch waren, zeigen sich vom Ergebnis positiv überrascht und wollen nun einsteigen. Henry Marek betont, dass vor allem die Wirtschaftsvereinigung Schweriner Seenland, der Tourismusausschuss des Amtes Crivitz und die IHK zu Schwerin dem Tourismusverein sehr unterstützt haben. Zugleich hebt der Unternehmer hervor, dass auf diesem Weg jetzt weitergegangen werden muss. So werde es im Herbst auf Schloss Wiligrad ein Forum geben, das sich mit der Infrastruktur und der bessern Verknüpfung rund um den Schweriner See befassen soll. Denn selbst am Radweg um beide Seen gibt es noch Handlungsbedarf: Seit Jahren bemüht sich der Tourismusverein, die Strecke zwischen Retgendorf und Hohen Viecheln vernünftig herzurichten.

Darüber hinaus muss es nicht bei der Blauen Acht allein bleiben. „Wieso sollten wir nicht weitere Achten schlagen, zum Beispiel eine Grüne Acht in die Lewitz hinein“, bringt Marek weitere Ideen ins Gespräch, die auf ein und dasselbe zielen: die bessere Verknüpfung und Vermarktung touristischer Angebote in der Region.

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