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Städtepartnerschaft mal anders : Mit dem Wolga zu Olga

vom

Russischer Oldtimer fährt in 100 Stunden von Schwerin nach Moskau

svz.de von
erstellt am 02.Okt.2017 | 11:55 Uhr

Mit Russland verbindet das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern so einiges. Noch immer bestehen viele Freundschaften zwischen den beiden Regionen, die zu DDR-Zeiten zwischen der russischen Besatzungsmacht und der Bevölkerung entstanden sind. Russisch war für viele Mecklenburger die erste Fremdsprache an den Schulen. Mit einem spannenden Abenteuer möchten nun sieben Russland-Enthusiasten gemeinsam mit Antenne MV einen Beitrag zur Völkerverständigung leisten und freuen sich auf viele gute Begegnungen von Mensch zu Mensch.

Am 1. Oktober fiel auf dem Alten Garten in Schwerin der Startschuss für die spannende Reise nach Moskau. In 100 Stunden will es eine achtköpfige Reisegruppe aus MV mit einem 50 Jahre alten russischen Wolga GAZ 21 und drei Begleitfahrzeugen zum Kreml schaffen. Mit dabei sind Antenne MV Reporter Steffen Holz, der russisch-stämmige Unternehmer Magamed Ibragimov, die Gadebuscher Unternehmer Holger Hempel und Ulf Leppin, Fotograf Holger Martens, der Techniker Günther Elbning sowie die Schweriner Unternehmer und Russland-Enthusiasten Frank Porsch und Stefan Berger.

Im Gepäck haben die Gefährten 100 leckere Produkte aus ihrem Bundesland, mit denen sie sich verpflegen oder die sie bei Gelegenheit gegen russische Waren eintauschen. Geld darf ausschließlich für den Einkauf von Treibstoff oder für Übernachtungen eingesetzt werden. So müssen sich die Reisenden mit den Einheimischen verständigen, Freunde gewinnen und einen positiven Eindruck hinterlassen, um wohlbehalten ans Ziel zu gelangen. Rund 2.000 Kilometer werden so bewältigt und dazu noch in einem russischen Auto mit viel Charakter. Spannende und amüsante Erlebnisse sind also vorprogrammiert und werden dank mobiler Technik natürlich in Ton und Bildern festgehalten.

Verabschiedet wurde die ungewöhnliche Reisegruppe am 1. Oktober um 11 Uhr auf dem Alten Garten von rund 80 Schaulustigen. Viele brachten mecklenburgische Produkte mit, die das Team auf seine Reise mitnahm. Auch Vertreter des „Verbands zur Pflege der Traditionen der Nationalen Volksarmee und der Grenztruppen der DDR” ließen sich das Ereignis nicht entgehen. Von Schwerin aus geht es nun über Berlin, Warschau, Brest und Minsk weiter bis zum Kreml. Auf dem Roten Platz werden die Mecklenburger schließlich von offiziellen Vertretern in Empfang genommen. Ob der Wolga sein Fahrpensum schafft und ob tatsächlich eine Olga am Ziel auf die Reisegruppe wartet, das bleibt abzuwarten.

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