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Zeitung für die Landeshauptstadt

13. Dezember 2017 | 12:18 Uhr

Raben Steinfeld : Mit dem Kremser zur Fuchsjagd

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Wenn der Reitverein Hubertus in Raben Steinfeld zum Saisonfinale einlädt, setzt sich auch Vorsitzender Thomas Reusch auf den Kutschbock

svz.de von
erstellt am 13.Okt.2017 | 12:00 Uhr

Die Räder müssen noch aufgepumpt, die Sitzbänke geschrubbt und die Handbremse geölt werden – dann kann am Sonnabend der gemütliche Ausflug mit dem Kremser bei der Hubertusjagd des gleichnamigen Reitvereins in Raben Steinfeld losgehen. Doch nicht ganz, denn ohne das Trio Mona, Lisa und Thomas Reusch bewegt sich die Kutsche keinen Zentimeter. Mona und Lisa, das sind zwei stattliche Rappen, die nichts so schnell aus der Ruhe bringen kann und vor den Kremser gespannt werden. Und ihre Zügel muss auch jemand in der Hand halten. Das macht einmal mehr Thomas Reusch, Vorsitzender des Reitvereins. Auf seinem Wagen wird er zehn Gäste der Hubertusjagd durch das Umland kutschieren, damit diese sich den großen Herbstausritt des Vereins anschauen können.

15 bis 20 Reiter, dazu ein halbes Dutzend Kremserwagen, die die Zuschauer begleiten – so beendet der Reitverein Hubertus seit Jahrzehnten ganz unaufgeregt die „Grüne Saison“. Denn anders als bei der klassischen Treibjagd, geht es bei den Raben Steinfeldern nicht darum, lebendige Tiere zu jagen. Hier geht es auf der Jagd nach einer Fuchsattrappe über Stock und Stein – und über Baumstämme, die als Hindernisse aufgebaut werden. Es geht durch Wald, Wiese und das flache Uferwasser des Pinnower Sees in Godern. „Es geht um den Spaß am Reiten und um ein spezielles Naturerlebnis“, sagt Thomas Reusch. 20 Mal, schätzt er, war er bei dieser Veranstaltung wohl schon dabei. „Die Hälfte davon auf dem Kutschbock“, ergänzt der 38-Jährige.

Treffpunkt für die Teilnehmer ist am Sonnabend bis 9 Uhr auf dem Reiterhof in Raben Steinfeld. Beginn der Jagd ist um 10 Uhr. Dann reiten die Aktiven hinter dem „Master“ her, der die Fuchsattrappe oder auch nur einen Fuchsschwanz trägt. Der Ausritt dauert etwa drei bis vier Stunden, die Gäste auf den Kremsern können an ausgesuchten Stellen die Reiter beobachten. Unterwegs gibt es eine Pause, nach dem Ausritt wird auf einer Wiese am Vereinsgelände noch der Sieger der Fuchsjagd ermittelt. „Das ist eine schöne Tradition, ohne großen Wettstreit, ohne Stress“, freut sich Vereinschef Reusch.

Nach dem Halali geht es dann noch in die Reithalle zum gemütlichen Beisammensein. Und während dort noch Glühwein ausgeschenkt wird, können die fleißigen Pferde Mona und Lisa im Stall futtern und sich ausruhen.

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