Banzkow : Mit dem Bürgermobil auf Achse

Der Kleinbus  brachte Senioren der Gemeinde Banzkow nach Sukow. Dort hatte Bürgermeisterin Irina Berg (4.v.r.) zu einer gemütlichen Kaffeerunde an der Welsfarm eingeladen.
Der Kleinbus brachte Senioren der Gemeinde Banzkow nach Sukow. Dort hatte Bürgermeisterin Irina Berg (4.v.r.) zu einer gemütlichen Kaffeerunde an der Welsfarm eingeladen.

In Banzkow können Senioren und Vereine jetzt einen Kleinbus für kurze Fahrten zum Einkaufen, Arztbesuch oder Sport nutzen

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24. August 2016, 16:00 Uhr

Die Feuertaufe hat das Bürgermobil der Gemeinde Banzkow schon bestanden. Der Kleinbus mit acht Fahrgastplätzen ist seit gut vier Wochen im Einsatz. Er wird vorwiegend von Vereinen und Senioren genutzt. Ein Fahrer bringt die Fahrgäste ans gewünschte Ziel. Vereine hätten davon schon rege Gebrauch gemacht, erzählt Bürgermeisterin Irina Berg. Bei den älteren Einwohnern hingegen brauche es wohl noch Zeit, das Fahrzeug anzunehmen, das sie zum Einkaufen, zum Arzt oder zur Amtsverwaltung nach Crivitz bringen kann, meint sie.

Gestern unternahmen Senioren aus Banzkow, Mirow, Goldenstädt und Jamel mit dem Bürgermobil einen Ausflug nach Sukow zum Kaffeetrinken bei der Welsfarm. Irina Berg begleitete die kleine Gruppe. „Zum einen wollen wir den Senioren damit eine kleine Freude machen, zum anderen aber auch andere potenzielle Nutzer auf dieses Bürgermobil aufmerksam machen“, erklärt sie.

Den Kleinbus hat sich die Gemeinde angeschafft, um insbesondere älteren Einwohnern eine bessere Teilhabe am öffentlichen Leben zu ermöglichen. Aber auch Vereine können den Multivan nutzen, um so mobiler zu sein. Etwa wenn Kinder zu Sportveranstaltungen gefahren werden müssen. Dieses Angebot stelle keine Konkurrenz zum öffentlichen Nahverkehr dar, betont die Bürgermeisterin. Das Fahrzeug ist im Einsatz, wenn der öffentliche Busverkehr nicht fährt.

Konkret werden montags und donnerstags zwischen 8 und 11 Uhr Fahrten zum Einkaufen und für andere Erledigungen nach Banzkow und nach Plate angeboten. Dienstags besteht die Möglichkeit, mit dem Kleinbaus zwischen 9 und 12 Uhr zur Amtsverwaltung nach Crivitz zu fahren. Zusätzliche Fahrten an anderen Tagen seien auf Anfrage aber möglich, informiert die Gemeinde. Und Vereine und öffentliche Einrichtungen können das Bürgermobil an Wochenenden auch mieten. Kostenlos sind die Fahrten nicht, das hatte die Gemeinde angekündigt. Fahrgäste müssen einen kleinen Obolus entrichten. Das Geld werde benötigt, um die Dienstleistungen kostendeckend anbieten zu können. Der Multivan fährt mit Diesel und Durchsichten oder Reparaturen werden später auch mal fällig.

Die drei Fahrer – Herbert Ihde und Harry Götz aus Banzkow sowie Jürgen Jankowski aus Goldenstädt – sind ehrenamtlich tätig und wechseln sich ab.

Um die Fahrten besser koordinieren zu können, wird ein Bürgermobil-Verein gegründet. Er soll demnächst ins Leben gerufen werden. Mitglied werden Vereine aus der Gemeinde, allen voran der Störtal-Verein, und Privatpersonen. Der Verein wird für den Betrieb und die Unterhaltung des Kleinbusses zuständig sein. Denn diese Aufgabe könne die Gemeinde nebenbei nicht leisten, unterstreicht die Bürgermeisterin. Das Fahrzeug selbst bleibt natürlich Eigentum der Kommune. Ansprechpartner für interessierte Nutzer ist der Störtal-Verein, konkret Gunnar Struck, der montags bis freitags von 8 bis 13 Uhr unter der Telefonnummer 03861/3029770 zu erreichen ist.

Die Anschaffung des Kleinbusses samt Technik wie Telefon oder Laptop beträgt rund 52 000 Euro. Die Banzkower haben für ihr Projekt „Mobil in der Gemeinde“ Fördermittel in Höhe von 47 173 Euro bekommen – von der Lokalen Aktionsgruppe Warnow-Elde-Land. Die restliche Summe übernimmt die Kommune.

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