Schwerin : Missstände angeprangert

Der DGB hatte für gestern  unter dem Motto „Vielfalt, Gerechtigkeit und Solidarität“ zu Demos aufgerufen.
Der DGB hatte für gestern unter dem Motto „Vielfalt, Gerechtigkeit und Solidarität“ zu Demos aufgerufen.

DGB hatte zum Tag der Arbeit auf den Schweriner Marktplatz eingeladen

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02. Mai 2018, 16:00 Uhr

Eine Kombination aus Politik und Vergnügen erlebten die Landeshauptstädter am gestrigen Feiertag. „Der 1. Mai ist unser Tag der Solidarität“, betonte Petra Kranig, Regionssekretärin des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) für Rostock-Schwerin bei der Veranstaltung auf dem örtlichen Markt. Mehr als 250 Frauen, Männer und Heranwachsende waren zuvor in einem Demonstrationszug vom Grunthalplatz durch die Innenstadt gezogen, um an der Kundgebung und dem Familienfest teilzunehmen. Für das musikalische Rahmenprogramm sorgten die Sänger und Liedermacherin Diana Ezerex sowie die Band Gambo la Uxica.

„Dieser Tag ist nach wie vor für uns ein wichtiges Ereignis, um auf Missstände in der Arbeitswelt hinzuweisen und unsere Forderungen auf die Straße zu tragen“, sagte Kranig weiter. Es gehe um Niedriglöhne, Mini- und Midijobs, die keine Perspektive für die Zukunft seien. Sie gehörten abgeschafft, ebenso wie Überstunden und Überbelastung im öffentlichen Dienst, so einige der zentralen Forderungen. Investitionen sollten endlich in bessere Bildung fließen, Beschäftigte mehr Mitbestimmung und faire Regeln bei ihrer Arbeitszeitplanung bekommen.

„Die Lohnlücke von 21 Prozent bei der Bezahlung von Frauen ist un- und nicht zeitgerecht“, erklärt die Gewerkschafterin. Und stellt klar: Arbeitgeber, die aus der Tarifbindung flüchteten, verweigerten gerechte Löhne. Das müsse endlich verboten werden. Der Wohlstand wachse, doch die, die ihn herbeiführten, seien meistens nur selten auch daran beteiligt. „Wir fordern außerdem ein gerechtes Steuersystem, denn Reiche müssen endlich mehr schultern als Arme“, lautete der Appell.

Demonstriert wurde auch lautstark gegen Krieg, Intoleranz, Rassismus, Diskriminierung und Rechtspopulismus.

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