Baustellen in Schwerin : „Mir wird angst und bange“

Direkt vor der „Kneipe Nummer 7“ am Großen Moor stellen die Bauarbeiter ihre Fahrzeuge ab. Das stößt Inhaber Reiner Lorenz sauer auf.  Fotos: Volker Raab
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Direkt vor der „Kneipe Nummer 7“ am Großen Moor stellen die Bauarbeiter ihre Fahrzeuge ab. Das stößt Inhaber Reiner Lorenz sauer auf.

Nach dem Baustart am Großen Moor machen sich die Geschäftsinhaber vor Ort Sorgen um die Zukunft – und loben die Bauarbeiter

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01. November 2017, 21:00 Uhr

Reiner Lorenz ist verärgert. „Die Baustelle ist nicht gut geplant. Die Fahrzeuge, die vor meiner Tür abgestellt werden, sind geschäftsschädigend“, sagt der Inhaber der „Kneipe Nummer 7“ am Großen Moor. Vor einigen Wochen wurde dort die Straße aufgerissen. Sie soll in den nächsten Monaten runderneuert werden. Im Zuge der Arbeiten wurden Teile des Gehweges abgesperrt, Fußgänger können von der Puschkinstraße nicht Richtung Marstall laufen. „Mich stören besonders die Bau-Container. Warum müssen die direkt vor meiner Tür stehen und können nicht wie der Runde Tisch auf dem Schlachtermarkt aufgebaut werden?“, fragt Lorenz.

Die Bauarbeiten haben gerade erst begonnen, doch die Sorgen des Kneipeninhabers sind schon groß. „Mir wird angst und bange, wenn ich daran denke, wie lange das hier dauern soll“, sagt der Schweriner. „Wenn wir im Sommer die Tische und Stühle rausstellen wollen, haben wir überhaupt keinen Platz. Und ob sich die Gäste den Lärm und Anblick der Baustelle antun wollen, steht auf einem anderen Blatt.“

Einen anderen Blick auf die Arbeiten vor ihrer Tür hat Hanka Durante. Sie ist Mitinhaberin des gleichnamigen Restaurants in der Puschkinstraße. Gleichzeitig können Gäste bei ihr aber auch italienische Waren kaufen – am Großen Moor. Das Problem: Diese Kunden können wegen der Baustelle nicht direkt in den Laden gehen, sondern müssen einen Umweg über den Schlachtermarkt in Kauf nehmen. „Natürlich sind Baustellen blöd. Aber sie sind notwendig und deswegen müssen wir uns mit der Situation anfreunden“, sagt Hanka Durante. „Außerdem sind die Bauarbeiter engagiert und geben wirklich ihr Bestes, damit die Straße so bald wie möglich wieder frei wird.“

Würden Reiner Lorenz und Hanka Durante einen Wunsch freihaben, dann solle zumindest der Gehweg frei begehbar sein. „Wenn hier kaum noch einer vorbeiläuft, kommt auch keiner mehr rein. Und dann wird es nicht nur für mich als Gaststättenbetreiber, sondern auch für die anderen Geschäftsleute am Großen Moor düster“, befürchtet Lorenz.

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