Schwerin : Ministerin diskutiert mit Bürgern

Im Dialog mit den Schwerinern:  Manuela Schwesig (r.), Dörthe Graner moderierte das Forum.
Im Dialog mit den Schwerinern: Manuela Schwesig (r.), Dörthe Graner moderierte das Forum.

Volkshochschule bietet Schwerinern Möglichkeit zum Gespräch mit Manuela Schwesig

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14. November 2015, 16:00 Uhr

Sie kam mit einer halben Stunde Verspätung und fand dennoch sofort die Sympathie des Publikums: Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig. „Ich steckte im Stau am Autobahnkreuz Schwerin. Warum soll es mir anders gehen als anderen Pendlern?“, erklärte sie freimütig. Die SPD-Politikerin war gestern Abend zu Gast in der Volkshochschule war. In der Reihe „Bürgerdialog“ stellte sie sich den Fragen der Schweriner.

Zunächst jedoch hatte Dr. Ernst-Dieter Rossmann, Vorsitzender des Deutschen Volkshochschulverbandes, die Wartezeit überbrückt. „Die Volkshochschule ist das beste Forum für Dialog“, betonte er, „denn wir sind ganz nah bei den Bürgern.“

Und diese stellten der Ministerin dann munter Fragen. Erster Themenkomplex war die Rente. Schwesig stellte Pläne für eine solidarische Lebensleistungsrente vor, erläuterte Veränderungen in der Erwerbsminderungsrente, lobte die abzugsfreie Rente mit 63 nach 45 Arbeitsjahren als Erfolg der Koalition.

Viele ältere Schweriner beschäftigt das Thema Pflege. Auf die Frage, wie die Gesellschaft dem steigenden Aufwand langfristig gerecht werden will, verwies Schwesig unter anderem auf geplante Veränderungen in der Ausbildung der Pflegeberufe. Statt Geld dafür zu bezahlen, sollen Azubis künftig sogar eine Ausbildungsvergütung bekommen und die Ausbildung selbst soll modernisiert werden. „Ich bin dazu im Gespräch mit Gesundheitsminister Gröhe und hoffe, dass wir im nächsten Jahr ein entsprechendes Gesetz verabschieden können“ sagte sie.

Weitere Fragen drehten sich um die Integration der Flüchtlinge, um Ärztemangel, Ungleichheiten in der Vergütung von Physiotherapieleistungen in Ost und West und vieles mehr.

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