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Agrargemeinschaft Holthusen : Minischwein Fredi hat einen guten Appetit

vom

Das sechs Wochen alte Minischwein Fredi hatte großes Glück. Weil es bei seiner Mutter auf dem Kinderbauernhof der Agrargemeinschaft keinen Platz im Ferkelnest fand, war es stark unterkühlt. Der Kleine lag abseits.

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erstellt am 06.Mär.2012 | 07:03 Uhr

Holthusen | Das sechs Wochen alte Minischwein Fredi hatte Glück. Großes Glück. Weil es bei seiner Mutter auf dem Kinderbauernhof der Agrargemeinschaft Holthusen keinen Platz im warmen Ferkelnest hatte, war es stark unterkühlt. Der Kleine lag abseits. Doch Mitarbeiter der Genossenschaft fanden ihn rechtzeitig und gaben ihm ein vorübergehendes Zuhause - einen Korb, der mit Decken ausgelegt ist.

Nun wird Ferkel Fredi mit Milch aus der Flasche aufgezogen. Von der Chefin der Agrargemeinschaft Holthusen höchstpersönlich: Brigitte Roost-Krüger. Anfangs habe sie ihn zwischen

5.30 und 22.30 Uhr alle anderthalb Stunden gefüttert. Mittlerweile hat er schon gut zugenommen, bekommt die Flasche jetzt alle zwei Stunden - ausgenommen nachts. In zwei Wochen, so hofft die Holthusenerin, verträgt das Schweinchen schon feste Nahrung: Getreideschrot, Brot, Haferflocken, Äpfel. Tagsüber nimmt sie den Kleinen im Korb mit ins Büro. Hier haben dann auch andere Kollegen ein Auge auf den drolligen Kerl.

"Das ist jetzt unser kleiner Knut", sagt Brigitte Roost-Krüger mit Anspielung auf den berühmt gewordenen Eisbären, der im Berliner Zoo per Hand groß gezogen wurde. Der kleine Fredi folgt seiner Pflegemutter auf Schritt und Tritt, erkundet aber auch schon mal neugierig seine Umwelt. Und sobald sie das Fläschchen zeigt, ist der kleine Kerl vor lauter Freude nicht mehr zu bremsen.

Ob er von seiner Minischwein-Familie wieder aufgenommen wird, weiß die Holthusenerin nicht. "Das müssen wir zur gegebener Zeit sehen. Ausprobieren wollen wir es. Klappt es nicht, bekommt Fredi sein eigenes Plätzchen auf dem Bauernhof." Hier kann der Kleine bald herumtollen. Ebenso wie seine Geschwister und Eltern. Letztere sind Eber Rudi und die Minisau mit dem Namen Dicke. Sie hatte im Januar elf Ferkel geworfen. In den zurückliegenden Jahren waren es fünf bzw. sieben. "Elf Ferkel sind eindeutig zu viel. Die können nicht alle von einem Muttertier ernährt werden", weiß die erfahrene Landwirtin. Drei Ferkeln konnte nicht mehr geholfen werden. Fredi hatte Glück.

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