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Firma HNP Mikrosysteme in Schwerin : Mini-Pumpen für die Nasa

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Das Schweriner Unternehmen HNP Mikrosysteme ist auf Wachstumskurs. Seine Erzeugnisse wie Mikrozahnringpumpen sind in der Raumfahrt gefragt und sollten auch bei der Mars-Mission zum Einsatz kommen.

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erstellt am 24.Feb.2013 | 06:55 Uhr

Feldstadt | Erfolg für die Schweriner Wirtschaftsförderer: Die zunächst in Parchim ansässige Firma HNP Mikrosysteme GmbH ist nach Schwerin gezogen. Den Ausschlag für diese Wahl gaben mehrere Gründe, sagt Geschäftsführer Dr. Thomas Weisener. "Uns wurde es im Parchimer Technologie zentrum zu eng. Da bot sich Schwerin an. Denn wir haben Mitarbeiter, die ohnehin von hier kommen und andere, die pendeln, unter anderem aus Hamburg und Rostock. Und wir wollen noch weitere Fachleute gewinnen. Da ist eine gute Verkehrsanbindung wichtig." Zudem würden viele der Ingenieure und promovierten Mitarbeiter Wert auf gute kulturelle Infrastruktur legen. Und da habe die Landeshauptstadt ja durchaus etwas zu bieten. "Erleichtert wurde uns die Entscheidung durch die außerordentlich gute Arbeit der Schweriner Wirtschaftsförderung. Diese Abteilung der Stadtverwaltung arbeitet vorbildlich, ist kooperativ, schnell und umsichtig", betont Unternehmer Weisener.

Die neue Adresse der Firma HNP Mikrosysteme, die 1996 mit Beteiligung von Hydraulik Nord gegründet wurde, aber schon seit 2007 ein völlig eigenständiges Unternehmen ist, lautet nun das Bleicherufer 25. Auf zwei Etagen wird dort geforscht, entwickelt, montiert und verkauft. Das kontinuierlich wachsende Unternehmen mit derzeit 58 Mitarbeitern profitiert vom weltweiten Trend der Miniaturisierung. Alles wird kleiner, auf engstem Raum werden viele Funktionen integriert, erklärt Dr. Weisener. "Viele Wertschöpfungsketten starten mit der Anwendung unserer Mikropumpen." Und er nennt Beispiele: Für das Beschichten der Kanülen von Spritzen sind winzige Mengen Flüssigkeit erforderlich, die genau dosiert werden müssen. Bei der Analyse von Blutproben werden winzige Mengen von Chemikalien zugesetzt, die durch höchst präzise arbeitende Pumpen zugeführt werden. Und die fertigt HNP Mikrosysteme. Sie kommen überall und weltweit zum Einsatz: Bei der Analyse der Milch in den Molkereien wie bei der Beschichtung der Tägerfolien von Fernsehbildschirmen der nächsten Generation, beim Mentol-Zusatz in der Zigarettenherstellung ebenso wie bei der Regeneration von Flüssigkeiten in Weltraumstationen. "Fast wären unsere Erzeugnisse sogar auf dem Mars gelandet", erzählt Dr. Weisener schmunzelnd. Denn die Nasa hatte in Vorbereitung ihrer Mars-Mission auch HNP-Mikropumpen geprüft, sie dann aber wegen des Fehlens von Flüssigkeit auf dem Roten Planeten doch nicht mitgenommen.

Die Nachfrage nach den Schweriner Mikrosystemen aber wächst ständig. Deshalb suche das Unternehmen weitere Mitarbeiter. "Wir sind weltweit unterwegs, haben 18 Vertriebsbüros von den USA bis China und Australien", sagt Weisener. In Schwerin habe die Firma optimale Möglichkeiten gefunden, diesen Kurs fortzusetzen.

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