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Holthusen: Zwei moderne Müllsortierhallen geplant : Millioneninvestition nach Großbrand

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Auf dem Firmengelände von "Otto Dörner" in Holthusen herrscht Hochbetrieb - aber nicht auf dem normalen Geschäftsfeld des Entsorgungsunternehmens. Vielmehr sind Bauleute dabei, eine Lager- und Sortierhalle hochzuziehen.

svz.de von
erstellt am 06.Feb.2013 | 10:39 Uhr

Holthusen | Auf dem Firmengelände von "Otto Dörner" im Holthusener Gewerbegebiet herrscht Hochbetrieb - aber nicht auf dem normalen Geschäftsfeld des Entsorgungsunternehmens. Vielmehr sind Bauleute der Firma Bar tram dabei, eine Lager- und Sortierhalle hochzuziehen. Für die zweite werden gerade die Fundamente gelegt. "Wir wollen bis Anfang April alles fertig haben und dann wieder unserem Geschäft hier voll nachgehen", sagt Niederlassungsleiter Henning Hinz. Dazu gehört in Holthusen auch das Sortieren von Bauschutt, Gewerbeabfällen und Sperrmüll. Denn das war seit dem 30. Mai vorigen Jahres in Holthusen nicht mehr möglich.

Damals zerstörte ein Großbrand die Betriebshalle (SVZ berichtete). "Das war ein schwarzer Tag", sagt Hinz. Nach einem technischen Defekt konnten Feuerwehrleute und Firmenmitarbeiter "nur" das Übergreifen der Flammen auf andere Gebäude verhindern und zusehen, wie die Halle abbrannte. Drei Tage dauerte das. Danach begann das große Aufräumen. Glücklicherweise wurde niemand verletzt. Der Schaden war deutlich höher als eine Million Euro. "Bei aller Freude über den Neustart jetzt, diese Bilder werde ich nie vergessen", erzählt Hinz.

Zwar wurden keine zwei Wochen nach der Katastrophe schon wieder Bauschutt und Abfälle in Holthusen angenommen. Doch zum Aussortieren des Verwertbaren musste alles an andere Firmenstandorte gefahren werden, meist nach Hamburg. Aus der Firmenzentrale des Großunternehmens kam schon damals sofort das Bekenntnis zum Standort Holthusen mit insgesamt 40 Mitarbeitern.

Und jetzt wird weitaus mehr als die gezahlte Versicherungssumme hier investiert. Niederlassungsleiter Hinz beziffert die Gesamtausgaben auf knapp drei Millionen Euro. Dafür entstehen auf dem Firmen areal zwei neue Hallen mit etwa der gleichen Betriebsfläche wie zuvor in der alten Halle. Doch die Gebäude selbst und die Technik darin sind hochmodern. "Vor allem auch die Brandschutz-Technik", betont Henning Hinz. So wird in Zukunft die Wärmeentwicklung in den Sortierhallen mit Infrarot-Kameras überwacht. Bei ungewöhnlicher Hitze schaltet sich die Löschanlage ein - automatisch. "Wir wollen einfach dafür sorgen, dass so ein Großbrand nicht wieder vorkommt."

Auch die neuen Sortieranlagen sind nicht mehr mit denen aus den 1990er-Jahren zu vergleichen. Künftig wird die Arbeit leichter und zugleich schneller zu erledigen sein. Deshalb wird es kein Zurück zum alten Zwei-Schicht-Betrieb geben. "Künftig arbeiten wir nur noch in einer Schicht am Tage", kündigt Henning Hinz an. Das bedeutet aber auch, dass fünf Leute ihre Kündigung erhalten haben - nach einer strengen Sozialauswahl.

Nach dem Bau der beiden neuen Hallen wird das Entsorgungsunternehmen "Otto Dörner" von Holthusen aus wieder voll für seine Groß- und Privatkunden in Mecklenburg und im Raum Lübeck da sein. 400 Container aller Größen gehören an diesen Standort. Neun Laster sind unterwegs, um Bauschutt, Gewerbeabfälle und Sperrmüll nach Holthusen zu bringen. Nach dem Sortieren wird das Verwertbare zur Weiterverarbeitung gebracht und Nicht-Verwertbares landet tatsächlich auf dem Müll.

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