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Entwicklung in Schwerins Südosten : Millionen für Dreescher Stadtteile

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Stadt und Private investieren weiter in Bildung und Infrastruktur in den Stadtteilen Großer Dreesch, Neu Zippendorf und Mueßer Holz

von
erstellt am 01.Feb.2017 | 21:00 Uhr

In den Stadtteile Mueßer Holz und Neu Zippendorf will die Stadt in den nächsten Jahren weitere zum Teil erhebliche Investitionen tätigen. Das geht aus einer aktuellen Zusammenstellung der Stadtverwaltung hervor.

Für das Bildungs- und Bürgerzentrum im Mueßer Holz liegt der abschließende Bewilligungsbescheid über 3,8 Millionen Euro jetzt vor. Im März werden die Bauleistungen ausgeschrieben. Im Sommer wird Baubeginn sein. Der Volkshochschulzweig mit Schulabschlusskursen, beruflicher Bildung, Gesundheits- und Deutschkursen sowie ein Stadtteiltreff, das Bürgerbüro und Vereine sollen im umgebauten Teil des ehemaligen Schliemann-Gymnasiums Quartier nehmen.

Ebenfalls ab Sommer wird die Erneuerung und Umgestaltung der Hamburger Allee im Abschnitt zwischen Plater Straße und Lomonossowstraße fortgesetzt. Auch der Bau eines Kreisverkehrs an der Kreuzung Lomonossowstraße ist geplant. Hierfür wird gerade die Ausschreibung vorbereitet, heißt es aus der Bauverwaltung.

Alle drei Stadtteile wachsen wieder

 

Steigende Geburtenzahlen und Einwohnerzuwachs durch Zuwanderung betreffen auch den Großen Dreesch, Neu Zippendorf und das Mueßer Holz. Die städtische Kita- und Schulentwicklungsplanung sieht daher den Erhalt und Ausbau aller bestehenden Kapazitäten in Kitas und Schulen in den drei Stadtteilen vor. Und das ist einiges.

Der Neubau einer Kita am Standort der Gagarinstraße mit einer Kapazität von 36 Krippen- und 90 Kindergartenplätzen soll nach jetziger Planung im nächsten Jahr fertiggestellt werden.

Der Neubau des Hortgebäudes der Nils-Holgerson-Grundschule mit einem bedarfsgerechten Ausbau der Betreuungsplätze soll bis zum Schuljahresbeginn 2017/18 abgeschlossen sein.

Eine umfangreiche Modernisierung des Schulstandortes der Förderschule „Am Fernsehturm“ sowie der Volkshochschule in der Hamburger Allee 126 steht ebenfalls auf der städtischen Agenda. Die Arbeiten sollen zum Schuljahr 2019/2020 abgeschlossen sein.

Auch die Wirtschaft investiert


Aber nicht nur die öffentliche Hand investiert in den Dreescher Stadtteilen. Den Aufbau des Eltern-Kind-Zentrums in der Justus-von-Liebig-Straße hat die Arbeiterwohlfahrt auf der Agenda. Wenn wie geplant Fördermittel fließen, könnte das neue Zentrum schon im nächsten Jahr genutzt werden. Dazu gehören ein Kita-Ersatzneubaus mit zusätzlichen 6 Krippen- und 22 Kindergartenplätzen sowie angegliederter Elternberatung und Elterntreff.

Weitere Vorhaben sind im Zusammenhang mit dem Einzelhandel geplant. Die Arbeiten an der Erweiterung des Penny-Marktes in der Tallinner Straße laufen. In der Friedrich-Engels-Straße wird ebenfalls ein Penny neu gebaut. Der Markt wird aus den Dreescher Arkaden ausziehen. Die Fertigstellung ist für Mitte des Jahres geplant.

Einen neuen Bauantrag gibt es für die große Parkplatzfläche am neuen Aldi in der Pilaer Straße: Hier sind 60 Wohnungen im mehrgeschossigen Wohnungsbau vorgesehen.

Berliner Platz wartet auf Hochhaus-Abriss


Die weitere Sanierung des Berliner Platzes hängt vom Abrisstermin der Hochhäuser ab. Die Stadt hat Signale, dass sich der geplante Abriss der Hochhäuser Rostocker Straße 5,6,7 auch nach 2018 verschieben könnte. Zum anderen warten Projektträger für den Einzelhandel erst einmal die Entwicklung des Fachmarktzentrums am Haselholz ab.

Für die Keplerpassage im Mueßer Holz arbeiten die Eigentümer intensiv an einem Aufwertungskonzept. Vorgesehen sind attraktivitätssteigernde Maßnahmen und die Belegung des Leerstandes – auch im ersten Obergeschoss. Voraussichtlich wird der ehemalige Getränkemarkt abgerissen. Dort könnten dann zusätzliche Außenstellplätze geschaffen werden. Doch auch hier sind die Entscheidungen noch in der Schwebe: Bekanntlich hat sich der derzeitige Mieter Kaufland auch für das Fachmarktzentrum am Haselholz beworben.

Auch in der Pawlowstraße gibt es für das zuvor von Aldi genutzte Gebäude Gespräche und die Bereitschaft von Projektträgern für einen Neuansatz. So ist aktuell die Etablierung eines anderen Discounters im Gespräch. In diesem Fall würde das bestehende Gebäude abgerissen und ein neuer Markt gebaut.



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