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Schweriner Infrastruktur : Millionen für den Nahverkehr

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Im nächsten Jahr soll in das Schienennetz der Straßenbahn investiert werden

von
erstellt am 18.Okt.2017 | 05:00 Uhr

Die Investitionen des Nahverkehrs in sein Schienennetz sind für das kommende Jahr gesichert. Verkehrsminister Christian Pegel übergab einen Fördermittelbescheid über knapp 1,6 Millionen Euro an Geschäftsführer Wilfried Eisenberg. „Damit hat der Nahverkehr Planungssicherheit“, sagte Pegel. „So kann die Infrastruktur auf einem guten Stand gehalten werden. Das natürlich immer mehr geht, ist mir klar.“

Auch Wilfried Eisenberg zeigte sich zufrieden. „Wir werden noch einmal etwa 40 Prozent eigenes Geld dazugeben“, so der Geschäftsführer. „Damit müssen wir unsere Anlagen nicht so lange nutzen, bis sie zu 100 Prozent heruntergefahren sind.“

Mit dem Geld sollen Schienen und Schwellen im Mueßer Holz erneuert werden. Außerdem sind in der Stadt mehrere Weichen und Schienenkreuze zu erneuern. Größtes Vorhaben ist der Umbau der Wendeschleife am Berliner Platz. Dadurch soll unter anderem eine Langsamfahrstrecke beseitigt werden – die Straßenbahnen können schneller unterwegs sein. Die Arbeiten am Berliner Platz beginnen allerdings schon in diesem Jahr. Bereits am kommenden Wochenende wird deshalb Schienenersatzverkehr gefahren.

Das Verkehrsministerium hatte vor einiger Zeit die Förderung für die Straßenbahn von einer Einzelförderung auf eine Jahrespauschale umgestellt. Dadurch sank der Arbeitsaufwand im Ministerium, der Nahverkehr muss nicht mehr für jede Weiche und jeden neuen Strommast einen Extraantrag stellen und hat jetzt Planungssicherheit.

Ob der Nahverkehr auch in den nächsten Jahren mit Fördermitteln in gleicher Höhe rechnen kann, ist allerdings fraglich. Denn das Geld sind so genannte Regionalisierungsmittel, die die Länder vom Bund bekommen. Und der hat den Zuschuss für Mecklenburg-Vorpommern für die nächsten 15 Jahre um insgesamt 50 Millionen Euro gekürzt.

In diesem Jahr hat der Nahverkehrsbetrieb rund zwei Millionen Euro investiert. Das Geld floss unter anderem in die Umverlegung des Gleises am Wittenburger Berg und in den behindertengerechten Umbau von Straßenbahnhaltestellen. „Wir wollen einen attraktiven Nahverkehr für die Schweriner garantieren“, sagte Geschäftsführer Eisenberg. „Deshalb werden wir auch weiterhin investieren.“ Die Firmenphilosophie zahlt sich offenbar aus. Wieder haben mehr Fahrgäste Busse und Bahnen genutzt. „Wir rechnen mit einem Zuwachs von etwa zwei Prozent“, so Eisenberg. „Die Zahlen per September geben das jedenfalls her.“

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