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Schweriner Mieter sauer : Mieter müssen erneut frieren

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Heizung in Intown-Wohnblöcken im Mueßer Holz und in Krebsförden funktioniert schon wieder nicht – Vermieter vertröstet Bewohner

von
erstellt am 02.Mär.2017 | 21:00 Uhr

Erneut sitzen Mieter in Intown-Wohnungen in Schwerin im Kalten. „Seit einem Brand im Keller unseres Blocks am 10. Februar ist fast alles an Haustechnik ausgefallen“, klagt Regina Passow aus der Keplerstraße. Es gäbe kein Warmwasser, kein Kabel-TV, Klingeln und Fahrstuhl funktionieren nicht. Das Schlimmste aber: „Seit dem 24. Februar sind die Heizungen kalt“, sagt Regina Passow. Vom Vermieter, der Immobilienfirma Intown Wohnen Schwerin, einer Tochter der Berliner Intown Property Management GmbH, seien die Mieter immer nur vertröstet worden, berichtet sie sauer. Und das sei nicht das erste Mal.

Davon können auch andere Mieter der Intown ein Lied singen: „Jetzt geht das schon wieder los“, klagt Gudrun Niemann. Sie wohnt in einem Block in Krebsförden. Bei ihr war die Heizung von Sonnabend bis Mittwoch aus. „Die Handwerker vom Notdienst lehnten sofort ab, als ich sagte, wo wir wohnen und wer unser Vermieter ist“, berichtet sie bitter. Offensichtlich hätten sie schlechte Erfahrungen mit der Intown gemacht, vermutet sie.

Besonders ärgert Familie Niemann allerdings, dass sie sich von ihrem Vermieter im Stich gelassen sieht. „Wir haben uns mühsam Telefonnummern von Intown-Büros in Schwerin und Berlin rausgesucht, denn das Büro in Krebsförden, das es anfangs noch gab, ist längst zu“, erklärt Gudrun Niemann. Doch auch am Telefon sei sie nicht weitergekommen. „Man hat uns immer wieder vertröstet mit den Worten, man werde sich kümmern“, erzählt sie. „Doch passiert ist tagelang nichts.“ Schließlich habe ihr Mann versucht, im neuen Intown-Büro, das sich jetzt am Dreescher Markt befindet, Hilfe zu bekommen. Ebenfalls Fehlanzeige. Mehr als die Information, dass sich Berlin kümmern werde, bekam auch er nicht.

Deshalb hat sich Familie Niemann nun an die SVZ gewandt. Denn als kurz vor Weihnachten schon einmal hunderte Mieter der Intown-Wohnblöcke in Krebsförden und im Mueßer Holz im Kalten saßen, weil die Heizungen abgestellt waren, kam erst Abhilfe, nachdem unsere Zeitung das Problem öffentlich gemacht hatte. Auf SVZ-Anfrage beim Schweriner Intown-Büro hieß es nur: „Zu diesen Problemen erteilt nur unsere Zentrale in Berlin Auskunft. Doch da meldete sich niemand.

Die Wohnungsgesellschaft Schwerin hatte im Frühjahr des vergangenen Jahres 622 Wohnungen an die 2015 gegründete Immobilienfirma Intown Wohnen Schwerin verkauft. Deren Vertreter Mirko Schwerdtner hatte auf einer Mieterversammlung versprochen, die Immobilien nachhaltig entwickeln zu wollen.

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