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Nach Heizungsausfall in Wohnblöcken : Mieter-Beschwerden zeigen Wirkung

vom
Aus der Onlineredaktion

Intown GmbH als Vermieter verspricht Verbesserungen. Die SPD-Stadtfraktion lädt zum Bürgergespräch ein

von
erstellt am 09.Mär.2017 | 08:00 Uhr

Nachdem die SVZ am 3. März darüber berichtet hatte, das zahlreiche Mieter der Intown Schwerin GmbH im Mueßer Holz und in Krebsförden tagelang frieren mussten, weil die Heizungen ausgefallen waren, haben jetzt Vermieter und Stadtpolitik reagiert.

Die SPD-Stadtfraktion lädt Mieter der Intown GmbH zu einem Bürgergespräch heute um 18 Uhr in die Awo-Service-Wohnanlage in der Lise-Meitner-Straße 15 ein. Mit dabei sind ein Experte des Mieterbundes sowie der Rechtsanwalt Daniel Alff. SPD-Fraktionsvorsitzender Christian Masch erklärt: „Die derzeitige Situation in den Wohnungen der Intown GmbH ist nicht tragbar. Der Eigentümer muss seiner Verantwortung gerecht werden. Fakt ist aber auch: Der Einfluss der Stadt ist nach dem Verkauf sehr begrenzt. Dennoch muss sich etwas ändern. Das möchten wir mit den Mietern besprechen.“

Unterdessen hat auch die Intown reagiert. Mirko Schwerdtner erklärt: „In unseren Wohngebäuden in Schwerin ist es im Februar zu unserem Bedauern zu Heizungsausfällen gekommen, die in der Zwischenzeit alle behoben wurden. Von den Ausfällen betroffen waren in der Keplerstraße 10 zwanzig Mieter, in der Friedrich-Schlie-Straße 2 acht Mieter und Achter de Wisch 10 zwölf Mieter.“

Schwerdtner fügt Erläuterungen hinzu: „In unserem Bestand in Schwerin sind rund 1200 Wohneinheiten in ca. 20 Gebäuden, die wir von der Wohnungsgesellschaft Schwerin (WGS) vor rund einem Jahr übernommen haben. Mit dem Verkauf haben wir uns vertraglich verpflichtet, in den nächsten Jahren umfangreiche Sanierungsarbeiten an den Beständen durchzuführen, da sie oft in einem maroden Zustand sind, wie beispielsweise die Heizungsanlagen, die teilweise über 40 Jahre alt sind. Dieser sanierungswürdige Zustand ist auch der Grund für die Heizungsausfälle. Darüber hinaus hatten wir im Keller der Keplerstraße 10 am 10. Februar eine Brandstiftung, in der aufgrund unserer Anzeige polizeilich ermittelt wird.“

Der Intown Manager verspricht, allen von der Stadt auferlegten Verpflichtungen nachkommen, beispielsweise der Quartiersarbeit. „So konnten wir bereits rund 100 Wohnungen Flüchtlingen überlassen und so Hilfe vor Ort leisten“, so Schwerdtner. Er verweist zudem darauf, dass sich das Mieterbüro am Dreescher Markt 3-5 befinde, in dem sieben Mitarbeiter tätig seien.


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