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Zeitung für die Landeshauptstadt

20. November 2017 | 09:00 Uhr

Mettenheimer verliert Vorfahrt

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Hagenower Straße ab Montag wieder Hauptstraße: Stadt kehrt zur alten Regel zurück und baut Kreuzungsbereich wieder um

von
erstellt am 04.Mai.2015 | 23:34 Uhr

Kommando zurück in der Hagenower Straße: Nach nur einem Vierteljahr nimmt die Stadt die umstrittene Änderung der Vorfahrtsregel in der Hagenower Straße in der kommenden Woche wieder zurück. Damit ist dann die Vorfahrt für die Fahrzeuge Geschichte, die von der Mettenheimerstraße aus stadtauswärts auf die Hagenower Straße einbiegen oder umgekehrt – und somit auch für die Busse.

Grund dafür ist nicht etwa in erster Linie die Kritik aus dem Landesamt für Straßenbau und Verkehr, das bemängelte, dass die Stadt eigenmächtig die Vorfahrt geändert hatte. Bekanntlich hatte die Behörde deshalb einen Baustopp verhängt (SVZ berichtete). Vielmehr war die gemeinsam von Stadt und Landesamt gefundene bauliche Veränderung im Kreuzungsbereich letztlich zu teuer, sagt Baudezernent Bernd Nottebaum. „Das hätte mindestens 300 000 Euro gekostet. Das können wir uns nicht leisten.“

Deshalb wird von kommender Woche an bis voraussichtlich Ende des Monats der Urzustand wieder hergerichtet – mit einigen Veränderungen für die Nahverkehrsbusse. Für die Zeit des Umbaus wird eine Baustellenampel den Verkehr regeln. „In dieser Übergangszeit können sich Autofahrer an die neue, alte Vorfahrt auf der Hagenower Straße gewöhnen“, sagt der Baudezernent.

Das Hauptziel der Beruhigung der Hagenower Straße bleibe aber, betont Nottebaum. Mehrere Varianten – von weiteren Aufpflasterungen in der Tempo-30-Zone bis hin zu einem Durchfahrtsverbot analog Wüstmark – würden geprüft. „Bis zum Sommer wollen wir eine Entscheidung treffen“, so der Dezernent. Stadtvertreter und Ortsbeirat sollen dabei mitreden.

Sollte es bis dahin erneut Probleme für die Busse an der Kreuzung Mettenheimer-, Hagenower Straße geben – Nahverkehrschef Norbert Klatt spricht von Wartezeiten von vier bis sechs Minuten – könnte die Stadt bis zum Sommer noch eine temporäre Ampelregelung mit Bedarfsanforderung für den Bus installieren. „Aber das wollen wir eigentlich nicht“, sagt Nottebaum.

Die Vorfahrtsänderung war auf erhebliche Kritik gestoßen, weil der Hauptverkehr auf der Hagenower Straße rollt. Nur jedes dritte Fahrzeug nutzt die Mettenheimerstraße.

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