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Zeitung für die Landeshauptstadt

18. Dezember 2017 | 23:33 Uhr

Diskussion : Meinungen zur Linie 7 gespalten

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

SVZ-Leser melden sich zu Wort: Die Busroute durch die Gartenstadt scheidet weiter die Geister

von
erstellt am 28.Jul.2015 | 08:00 Uhr

Die Debatte um die Buslinie 7 reißt nicht ab. Seit November fährt der Bus durch die Haselholzstraße der Gartenstadt (SVZ berichtete). Und genau hier scheiden sich die Geister. Unsere Redaktion erreichten nach der jüngsten Berichterstattung viele unterschiedliche Meinungen von Anwohnern und Nahverkehrsnutzern.

So vertritt Marlene Pelitz aus der Haselholzstraße die Meinung, dass die Sicherheit und auch die Gesundheit der Anwohner stark beeinträchtigt würden. „Wir machen uns große Sorgen um die Gesundheit der Kinder, deren Erzieher und all der Fußgänger, die diese Verbindungsstraße benutzen“, schreibt sie in einem Leserbrief. Außerdem sagt sie, dass der Bus nur ausgelastet sei, weil die Fahrgäste von der Stadt nach Krebsförden und zum TGZ bzw. zurück gelangen wollen und diese Linie ihre einzige Möglichkeit sei. „Diese Fahrgäste haben die Linie vorher auch schon genutzt“, so Pelitz. Um in die Stadt zu kommen, würden die wenigsten Anwohner den Bus nutzen, denn schließlich wären es maximal 400 Meter bis zur Straßenbahnhaltestelle Gartenstadt, erläutert die Anwohnerin.

Elisabeth Kienast ist allerdings anderer Meinung: „Vor zehn Jahren, als wir hierher zogen, war bereits die Verlegung der Linie 7 von der Hagenower Chaussee in die Haselholzstraße im Ge-spräch – ja es wurde sogar damit geworben, wie toll die Anbindung der Neuen Gartenstadt an den öffentlichen Nahverkehr sei.“ Für die meisten Käufer war die angekündigte Linie sogar ausschlaggebend, sich hier niederzulassen. Und spätestens seit dem Ausbau der Haselholzstraße sei dies auch für alle sichtbar gewesen. „Aber es ist wie immer: Es allen Leuten recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann“, so Kienast.

„Mir war das Vorhaben einer Buslinie in der Haselholzstraße bewusst beim Entschluss hier zu bauen. Nicht jedoch der Umfang des Busverkehrs. Sicherlich hätte ich zu Baubeginn auf den Fahrplan der Buslinie 7 schauen können, tat ich aber nicht“, erklärt Falk Heyer. Außerdem habe der B-Plan auch nicht ausdrücklich die Buslinie 7 genannt. Richtig sei allerdings, dass der B-Plan aus dem Jahr 2004 die Busanbindung der Planstraße A, Verlängerung der alten Haselholzstraße, vorsah. „Das sollte auch durch einige meiner Busgegner eingeräumt werden“, sagt Heyer.

Nur sei dies mittlerweile zehn Jahre her, Einwände gegen den B-Plan seien längst verjährt. Die Anwohner hätten sich an die Verkehrsberuhigung ohne Bus gewöhnt. „Es ist schon eigenartig, wenn dann bei Kritik an der neuen Linienführung der Buslinie 7 gesagt wird: Ihr hättet ja gegen den B-Plan vorgehen können oder gar nicht erst hier bauen müssen. Wie gesagt, diese Möglichkeiten der Entscheidungen sind zehn Jahre her.“ Falk Heyer hofft nun auf eine sachliche Entscheidungsfindung – im Interesse aller Anwohner und Busfahrgäste.







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