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Zeitung für die Landeshauptstadt

17. November 2017 | 22:36 Uhr

Mehrheit der Schweriner lobt den Nahverkehr

vom

svz.de von
erstellt am 27.Mär.2012 | 07:25 Uhr

Schwerin | Nahverkehrschef Norbert Klatt und seine Mitarbeiter können sich freuen: Bei der großen SVZ-Umfrage "lebenswert" hat der städtische Verkehrsbetrieb von fast 60 Prozent der Schweriner die Noten Gut und Sehr gut bekommen und 26 Prozent sind zufrieden mit dem Angebot. Das kann sich sich sehen lassen. Untermauert wird das eindrucksvolle statistische Ergebnis noch durch viele zusätzliche Aussagen: "Den Schweriner Nahverkehr finde ich Spitze", schreibt ein Leser, "sehr zuverlässig", urteilt ein Rentner, "erstaunlich gut" schreibt eine Angestellte. Auffallend ist zudem, dass die Fahrer von Bussen und Bahnen mehrfach ausdrücklich gelobt werden für ihre Freundlichkeit, Aufmerksamkeit und Hilfsbereitschaft. Das war vor Jahren noch ganz anders. Auch die Optimierung des Streckennetzes mit den Buslinien 10 und 100 wird mehrfach lobend erwähnt.

Es gab jedoch auch Kritik von zahlreichen SVZ-Lesern. Am häufigsten wird das Fehlen eines Kurzzeit-Tickets moniert. Verbesserungsbedürftig scheint aber auch die Nahverkehrsanbindung von Friedrichsthal zu sein. Vor allem in den Abend- und Nachtstunden würden die Busse nicht oft genug fahren, meinen zahlreiche Leser. Auch die Bewohner einiger Umlandgemeinden, etwa Alt Meteln, wünschen sich mehr Busverbindungen. Auffallend unzufrieden im Vergleich zum Nahverkehr sind die Schweriner mit der Deutschen Bahn. Unpünktlichkeit, mangelhafte Abstimmung bei Verspätungen und das Fehlen einer ICE-Anbindung der Landeshauptstadt sind die am häufigsten genannten Kritikpunkte.

Deshalb greifen offensichtlich viele Berufspendler auf das Privatauto zurück. Und das sind nicht wenige. Jeder zweite der rund 48 000 sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze in Schwerin wird von einem auswärts wohnenden Arbeitnehmer besetzt. Auffallend ist außerdem, dass die Zahl der Einpendler mit rund 25 000 Arbeitnehmern täglich deutlich höher liegt als die der Auspendler mit etwa 10 000.

Die hohen Verkehrsströme der Berufspendler führen indes nicht zum Verkehrsinfarkt - Indiz dafür, dass die Infrastruktur der Landeshauptstadt der eines Oberzentrums entspricht. Kritisiert wird allerdings von mehreren Teilnehmern der Umfrage der schlechte Zustand einiger Straßen in der Innenstadt sowie das Fehlen von kostenlosen Parkplätzen dort und am Hauptbahnhof. Um eine weitere Entlastung der City zu erreichen, wird mehrfach angeregt, das Tempolimit auf der Umgehungsstraße auf 100 Kilometer pro Stunde anzuheben und die Verlängerung der Umgehung nach Norden bis zur A 14 bei Cambs sowie den vierspurigen Ausbau nach Raben Steinfeld voranzutreiben.

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