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Neues Computerkabinett : Mehr Spaß beim Lernen in Lübstorf

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Gemeinden investieren in bessere Ausstattung des Chemieraumes und des Computerkabinetts

svz.de von
erstellt am 24.Sep.2014 | 23:58 Uhr

„Das ist richtig toll geworden“, sagt Leon Gadow. Der 14-Jährige und die anderen Siebtklässler von der Lübstorfer Werner-Lindemann-Schule sitzen gerade im Computerkabinett und rechnen mit dem „Aufgabenfuchs“. Jeder Schüler hat einen Rechner zur Verfügung. „Die neuen sind viel schneller als die alten“, betont Leon.

Das neue Computerkabinett ist vor allem während der Sommerferien entstanden: 30 Computer, neue Elektroleitungen und der Server in einem Nachbarraum. „Die jetzigen Bedingungen sind mit den alten gar nicht zu vergleichen“, hebt Schulleiterin Andrea Pentzien hervor. Zuvor musten sich zwei Schüler einen Computer-Arbeitsplatz teilen. Das neue Kabinett nutzen alle 280 Schüler – von der ersten bis zur zehnten Klasse. „So wie es altersmäßig und inhaltlich passt“, betont Pentzien. Und nicht nur das. Heute gibt es zwar in fast jedem Haushalt einen Computer. Aber voraussetzen kann das die Schule nicht. „Deshalb geben wir Schülern die Möglichkeit, Aufgaben für die Schule hier zu erledigen“, erläutert die Schulleiterin. Auch für die Lehrer ist das Kabinett ein wichtiger Arbeitsort. Die Pädagogen sind untereinander bestens vernetzt. Zudem können sie hier bei Weiterbildungen erworbenes Wissen ganz schnell an ihre Kollegen weitergeben.

35000 Euro haben Umbau und Ausstattung des Computerkabinetts gekostet. Die Gemeinden Seehof, Lübstorf, Klein Trebbow, Alt Meteln und Zickhusen stemmen diese Investitionen gemeinsam. „Die Summe mag klein erscheinen, doch so mancher Gemeinde fällt es schwer, das Geld aufzubringen“, berichtet Christiane Schwonbeck. Sie ist nicht nur Bürgermeisterin von Seehof, sondern auch Vorsitzende des Schulausschusses. Fünf Jahre lang hatte sie dieses Ehrenamt bereits inne, gerade wurde Schwonbeck für eine weitere Wahlperiode gewählt. „Kinder sind doch unsere Zukunft, dafür müssen wir etwas tun.“ Das haben die Gemeinden der Region auch gemacht. Zwischen 1999 und 2012 flossen 2,7 Millionen Euro in den Schulstandort Lübstorf. Modernisierung eines Schultraktes, Neubau eines weiteren für die Grundschüler und Sanierung der Fachräume erfolgten nach und nach . So können alle Mädchen und Jungen an einem Ort unterrichtet werden, der Grundschulteil in Alt Meteln wurde geschlossen. „Wir müssen aber weiterhin investieren“, betont Schwonbeck. „In die Unterhaltung des Gebäudes und in die Ausstattung für den Unterricht.“

Die Gemeinde Seehof übernimmt dabei eine Vorreiterrolle. Da den anderen Partnern die Mittel fehlen, schießt Seehof knapp 15000 Euro vor. Von diesem Geld wurde ein Panoramawagen für den Chemieunterricht angeschafft. Der erlaubt es Lehrerin Jana Gronke, vor den Augen der Schüler zu experimentieren – geschützt hinter Glas. Denn aus Sicherheitsgründen dürfen viele Experimente nicht mehr direkt von Schülern ausgeführt werden, obwohl sie im Rahmenplan für den Chemieunterricht stehen. „Das trifft auf mehr als ein Drittel aller Experimente zu“, sagt die Fachlehrerin. „Wir waren uns in der Gemeindevertretung Seehof einig, dass wir in Vorkasse gehen – für die Kinder“, betont Schwonbeck. Das Geld wird bei Investitionen in den nächsten Jahren verrechnet. Bio-Chemie-Lehrerin Jana Gronke und Schulleiterin Andrea Pentzien sind Seehof und den anderen Gemeinden dankbar, dass jetzt gleich in zwei wichtigen Fachbereichen bessere Bedingungen herrschen. „Die sorgen dafür, dass die Kinder mit Spaß lernen“, hebt Pentzien hervor.

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