Schulneubau : Mehr Raum für modernes Lernen

Großbaustelle Goethegymnasium: Im Hof entsteht ein dreigeschossiger Anbau, der mit dem Hauptgebäude an der Friesenstraße verbunden ist. Zusammen mit der Aula auf der anderen Seite des Hofes entsteht ein fast geschlossener Campus.
Großbaustelle Goethegymnasium: Im Hof entsteht ein dreigeschossiger Anbau, der mit dem Hauptgebäude an der Friesenstraße verbunden ist. Zusammen mit der Aula auf der anderen Seite des Hofes entsteht ein fast geschlossener Campus.

Der Rohbau steht: Musikgymnasium erhält Erweiterungsgebäude mit 7800 Quadratmeter Nutzfläche / Einweihung zum nächsten Schuljahr

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25. September 2015, 23:21 Uhr

Den 850 Schülern des Goethegymnasiums kann es nicht schnell genug gehen, wenn sie auf den riesigen Neubau im Schulhof blicken. Doch die Bauarbeiten liegen exakt im Plan, versichert Baudezernent Bernd Nottebaum. „Mit Beginn des neuen Schuljahres werden die Schüler den Ergänzungsneubau nutzen können.“

Der Dreigeschosser schließt sich an das Hauptgebäude so an, das ein räumlich fast geschlossener Campus entsteht. Auf rund 7800 Quadratmeter Nutzfläche wird der Anbau Raum für modernes Lernen bieten. „Hier kommen die Bibliothek und die Cafeteria hin, dort die Probenräume für die großen Bands, daneben die für die kleinen Ensembles und da hinten Lehrerzimmer und Verwaltungsräume“, sagt Schulleiter Reinhard Maas und weist auf den Neubau aus Stahlbeton. In den beiden oberen Etagen entstehen insgesamt 34 Klassenräume. „Damit werden sich die Unterrichtsbedingungen für die Schüler und die Arbeitsbedingungen für die rund 70 Lehrer grundlegend verbessern“, betont der Schulleiter. Derzeit müssen seine Schüler und Lehrer zwischen drei Gebäuden hin und her pendeln.

Zu den Besonderheiten des Neubaus gehören ein Aufzug, der barrierefreies Erreichen aller Räume ermöglichen wird, die Datenvernetzung der gesamten Schule für eine zeitgemäße Unterrichtsgestaltung und Klimafreundlichkeit durch hohe ernergetische Standards. Cafeteria, Bibliothek und ein großzügiges Raumkonzept werten das Musikgymnasium als Ganztagsschule deutlich auf.

Der Neubau wird eine Traufhöhe von knapp zwölf Metern aufweisen, flach gedeckt sein und damit niedriger werden als das dominierende Hauptgebäude, das in seinem Bestand erhalten bleibt. Der Stahlbetonkörper erhält eine Putzfassade mit Klinkerbestandteilen und wird durch großzügige Glasflächen und verschiedene architektonische Stilelemente aufgelockert. Baubeginn war 2014, die Fertigstellung ist für Sommer 2016 geplant, kündigt Sarah Sauler an, die für den Bauherren – die Landeshauptstadt – die Arbeiten koordiniert. Sie lobt ausdrücklich das gute Zusammenspiel von Baubetrieb, Tragwerksplanern, Prüfingenieuren und Bauleitung. Dem sei es zu verdanken, dass der Rohbau in nur neun Monaten errichtet werden konnte. Ein Großteil der Bau- und Planungsleistungen sei übrigens an einheimische Firmen vergeben worden.

Der Ergänzungsneubau kostet insgesamt 13,78 Millionen Euro. Gut 6,3 Millionen Euro bekommt die Stadt als Zuschuss aus dem Städtebauförderprogramm, weitere zwei Millionen als Sonderbedarfszuweisungen vom Land.

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