zur Navigation springen
Zeitung für die Landeshauptstadt

25. November 2017 | 12:32 Uhr

Miniaturenstadt : Mehr Platz für Lütt Schwerin?

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Kultur- und Gartensommerverein will Idee der Buga 2009 neu beleben und Umzug der Miniaturenstadt in den Küchengarten vorantreiben.

von
erstellt am 16.Okt.2014 | 20:57 Uhr

Das Schloss steht schon, auch das Museum und natürlich das Theater. Gut hüfthoch und höher sind die Gebäude, die Mitarbeiter der Arbeiterwohlfahrt in liebevoller Kleinarbeit gefertigt haben und die inzwischen laut Awo jährlich bis zu 15 000 Besucher nach Lankow locken. „Lütt Schwerin“ heißt die Miniaturenstadt.

Mit der Buga entstand im Förderverein der Gartenschau die Idee, dass das Schwerin in klein für die Nachnutzung einer der Buga-Flächen in Frage kommen könnte. Schnell kam der Küchengarten ins Gespräch. Bis ins Detail gingen die Planungen, Landschaftsarchitekt Matthias Proske erstellte sogar schon die grafische Zukunftsvision.

„Das größte Problem aber blieb: Wir bekamen das Projekt nicht wirtschaftlich dargestellt“, berichtet Awo-Kreischef Axel Mielke. Schließlich müsste das Areal mit einem Zaun gesichert werden, auch Beleuchtung und WC wären nötig. Rund 200 000 Euro Investitionen listeten die Vereinsmitglieder auf. „Die Idee ist nach wie vor gut“, sagt Mielke und schwärmt, dass beispielsweise Stadtführungen in Lütt Schwerin beginnen könnten, ehe dann die Originalbauten in der Innenstadt bestaunt werden. Doch das Vorhaben landete in der Schublade – auch weil das Land als Eigentümer der Fläche einen Mietpreis zwischen 10 und 15 Euro pro Quadratmeter erzielen wollte. „Das würde sich über den Eintrittspreis niemals einspielen lassen“, bilanziert Mielke.

Doch der Nachfolgeverein der Buga-Förderer, der Schweriner Kultur- und Gartensommerverein, möchte die Idee jetzt wiederbeleben. „Wir stellen uns eine Dreiteilung der Fläche vor“, erklärt Hugo Klöbzig. „Neben Lütt Schwerin soll es eine Ausstellungsfläche für regionale Künstler und eine Fläche für Veranstaltungen, beispielsweise Sonderschauen des Freilichtmuseums, geben.“

Doch würde das Land dieses Mal mitspielen? Das möchte die Fläche nämlich am liebsten als Wohnstandort vermarkten. Erste Ideen waren vor Jahren schon formuliert worden – Stadtvillen nach dem Vorbild des Hafenquartiers – nur etwas niedriger natürlich. Grundsätzlich hatten das auch die Schweriner Stadtplaner befürwortet. Doch die wollten nur einen Teil bebauen lassen und eine große Freifläche für den Gartencharakter erhalten. Das jedoch wäre für potenzielle Investoren nicht wirtschaftlich genug, hieß es. Forcieren wollte die Stadt das Vorhaben wohl auch nicht. Motto: Mit den Waisengärten gibt es ein Wohngebiet, das erst einmal mit Leben gefüllt werden soll, ehe eine neue Baustelle aufgetan wird.

Der Kultur- und Gartensommerverein will sich unabhängig davon auf Sponsorensuche für Lütt Schwerin im Küchengarten begeben. Auch soll laut Klöbzig ein Antrag bei der Stadt gestellt werden, um eine Förderung aus dem Buga-Gewinn zu erhalten. „Alles steht und fällt aber mit dem Grundstück“, sagt Hugo Klöbzig. „Das bräuchten wir schon längerfristig.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen