zur Navigation springen
Zeitung für die Landeshauptstadt

23. November 2017 | 12:36 Uhr

Stall erweitert : Mehr Platz für Alt Metelner Kühe

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Agrargemeinschaft Lübstorf erweitert Milchviehanlage und lässt zugleich Brandschaden vom Winter beseitigen

svz.de von
erstellt am 12.Aug.2014 | 16:00 Uhr

Auf dem Kuhstallgelände am Dorfrand von Alt Meteln gibt es derzeit zwei Baustellen. Die 450 Tiere, die zweimal am Tag gemolken werden, erhalten mehr Platz. Möglich ist das vor allem dank einer neuen, 65 mal 17 Meter große Halle, die zwischen den bisherigen Stalltrakten hochgezogen wurde.

Doch neben diesem geplanten Projekt wird ein Stück weiter auch an der alten Stallanlage gearbeitet. Dort müssen die Schäden eines Brandes beseitigt werden. Ende Februar hatte sich ein Radlader entzündet. Der stand im Vorraum des Melkhauses. Bei den Brand wurde nicht nur das Fahrzeuges beschädigt, sondern auch der Dachstuhl des Gebäudetraktes. „Zum Glück wurden weder Menschen noch Tiere in Mitleidenschaft gezogen. Und wir konnten auch schon am Morgen nach dem Brand wieder melken“, blickt Hansjörg Rotermann von der Agrargemeinschaft Lübstorf zurück. Diese Bauarbeiten muss der Landwirtschaftsbetrieb nicht aus der eigenen Kasse zahlen: Die Versicherung kommt für die Beseitigung der Brandschäden auf. Rund 100 000 Euro stehen zu Buche.

Der neue Stall wird allein bezahlt und etwa doppelt so teuer, schätzt Rotermann. Hier setzt die Agrargemeinschaft auf das Können von Peter Rettke. Der selbstständige Handwerker hat sich auf Landwirtschaftsbetriebe spezialisiert, führt für diese Reparaturen und auch Neubau-Projekte durch. „Wenn ich Hilfe brauche, muss einer von der Agrargemeinschaft mit anpacken“, erzählt Rettke. Was an dem neue Stall schon jetzt auffällt, ist das nach Süden ausgerichtete Steildach. Das wurde extra so konstruiert, damit Solarmodule aufgesetzt werden können. In den beiden Ställen haben die Milchkühe mehr Platz, um in Ruhe wiederzukäuen. Die 450 Kühe können sich in jedem Stall frei bewegen, haben stets Zugang zu Trinkwasser und Futter.

Gleiche Bedingungen für alle Tiere wird es in dem Alt Metelner Kuhstall dennoch nicht geben: Zwei Drittel der Kühe stehen auf Güllerosten. Ein Drittel auf Einstreu. Auch im neuen Stall wird mit Stroh gearbeitet.

„Ausreichend Stroh fällt bei der Getreideernte auf unseren Feldern an. Und den Mist können wir als Dung wieder ausbringen“, erläutert Rotermann Gründe für die Rückkehr zur traditionellen Landwirtschaft in diesem Punkt.

Von den insgesamt besseren Haltebedingungen in der Milchviehanlage versprechen sich die Bauern eine höhere Milchleistung. Die liegt in Alt Meteln derzeit bei 9500 Liter pro Kuh im Jahr.

 

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen