seniorenbetreuung : Mehr Plätze in der Tagespflege

Der neue Ruheraum  lädt zum Verweilen ein. Ingrid und Jürgen  Jebram testen die Liegesessel.   Pflegedienstleiterin Daniela Balk  und  Geschäftsführerin Heike Zimmermann (vorn)  freuen sich über  die zufriedenen Besucher beim Tag der offenen Tür.
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Der neue Ruheraum lädt zum Verweilen ein. Ingrid und Jürgen Jebram testen die Liegesessel. Pflegedienstleiterin Daniela Balk und Geschäftsführerin Heike Zimmermann (vorn) freuen sich über die zufriedenen Besucher beim Tag der offenen Tür.

Diakonie Sozialstation Crivitz präsentiert umgestaltete und erweiterte Räume in der Molkereistraße

svz.de von
17. März 2014, 16:00 Uhr

Ingrid und Jürgen Jebram kennen die Räume der Tagespflege in der Molkereistraße von Crivitz. Schließlich ist der 80-Jährige dreimal in der Woche hier zu Gast – und das schon seit gut einem Jahr. Dennoch wollte das Crivitzer Ehepaar beim Tag der offenen Tür am Sonnabend unbedingt dabei sein, einfach um auch mal dem Team um Pflegedienstleiterin Daniela Balk danke zu sagen. „Dass es die Tagespflege gibt, ist einfach toll“, betont Ingrid Jebram. Die 73-Jährige weiß ihren Mann hier nicht nur in guten Händen, sondern hat während seiner Zeit in der Molkereistraße die Möglichkeit, zu Hause liegen Gebliebenes aufzuholen und auch selbst mal auszuspannen. „Die Tagespflege ist ein Ruhepol – für meinen Mann ebenso wie für mich“, sagt Ingrid Jebram.

Dass die Räume der einstigen evangelischen Kita jetzt noch heller, freundlicher wirken, finden die Eheleute Jebram schön. In den zurückliegenden Wochen wurde hier renoviert und umgebaut. „Da ging es nicht nur um frische Farbe“, unterstreicht Heike Zimmermann, Geschäftsführerin der Diakonie Sozialstation Crivitz. „Wir haben unsere Platzzahl von 15 auf 19 erhöht.“ Die Sozialstation betreibt seit dem vorigen Sommer auch die Tagespflege in der Molkereistraße. Schon bei der Übernahmen von Diakoniewerk „Neues Ufer“ war klar, dass es diese Erweiterung geben soll. „Der Bedarf ist da. Wir hatten eine Warteliste“, blickt Zimmermann zurück. Auf der sind derzeit keine Namen zu finden, allerdings ist nun auch die Kapazität der Tagespflege voll ausgeschöpft.

Umgestaltung und Erweiterung waren auch die Gründe, warum der neue Träger die Räume nicht schon im vorigen Jahr, sondern erst jetzt vorstellte. Mehr als 70 Besucher schauten sich am Sonnabend in der Molkereistraße um. Darunter waren viele Gäste und deren Angehörige, aber Vertreter von Crivitzer Firmen und aus der Kommunalpolitik. „Die Tagespflege ist für die Stadt ganz wichtig“, hob Bürgermeister Ulrich Güßmann hervor. Schließlich ist schon jetzt jeder vierte Einwohner von Crivitz 60 Jahre und älter. Tendenz steigend.

Die meisten der Gäste – das Wort Patienten wird nicht in den Mund genommen – kommen aus Crivitz und der näheren Umgebung. Viele davon an fünf Tagen in der Woche. Von 8 bis 16 Uhr hat die Tagespflege geöffnet. Die Gäste werden von einem Fahrdienst von zu Haus abgeholt und auch wieder heimgebracht.

In der Tagespflege selbst sind die Gäste aber auch gefordert. Basteln, Spiele und Gedächtnistraining stehen auf dem Programm, ebenso die Hilfe beim Zubereiten der Mahlzeiten. Das gemeinsame Backen für den Nachmittags-Kuchen steht hoch im Kurs. Doch der Tagesablauf erfolgt nicht einfach nach Schema F. „Wir kennen von jedem unsrer Gäste den Lebenslauf“, betont Heike Zimmermann. Gerade bei der fachgerechten Betreuung von Demenz-Kranken sei eine darauf aufbauende Arbeit sehr wichtig. Und jeder Gast entscheidet selbst, ob er in der Gruppe aktiv werden oder sich zurückzuziehen will.

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