Tourismusverein Schweriner Seenland : Mehr Gäste in die Seen-Region locken

<fettakgl>Der  Park von Schloss Wiligrad  ist im Uferbereich  bereits saniert worden.</fettakgl> Der Tourismusverein Schweriner Seenland  setzt sich dafür ein,  dass  auch ein  Schiffsanleger wieder errichtet wird. <foto>Heidrun Pätzold</foto>
Der Park von Schloss Wiligrad ist im Uferbereich bereits saniert worden. Der Tourismusverein Schweriner Seenland setzt sich dafür ein, dass auch ein Schiffsanleger wieder errichtet wird. Heidrun Pätzold

Nach der Neuausrichtung des Tourismusvereins "Schweriner Seenland" im vergangenen Jahr hat dessen Arbeit wieder Fahrt aufgenommen. Der Internetauftritt erweist sich dabei als Dreh- und Angelpunkt für das Marketing.

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13. März 2013, 10:21 Uhr

Hohen Viecheln | Nach der Neuausrichtung des Tourismusvereins "Schweriner Seenland" im Sommer vergangenen Jahres hat dessen Arbeit wieder Fahrt aufgenommen. Diese Bilanz zog der Vorsitzende Joachim Wegrad auf der Jahresversammlung in Hohen Viecheln. Neben den auch bisher üblichen Aktivitäten wie Messebesuchen und der Herausgabe von Informationsbroschüren seien erste Erfolge zu verzeichnen. Erstmals ist es so gelungen, die über die Touristinformation Hohen Viecheln vermittelten Ferienwohnungen rund um den Schweriner See in den Monaten Juni, Juli und August zu 100 Prozent auszulasten. Auch der Fahrradverleih wurde deutlich stärker genutzt, als bisher. Dabei machte sich bemerkbar, dass vor allem mehr Tagesgäste den Ausleihservice nutzten. Die Vermietung der Naturschutzstation Karnin an der Warnow werde sehr gut angenommen, so Joachim Wegrad. Für Kinder- und Jugendgruppen und Schulklassen sei der Standort offenbar sehr attraktiv. Es konnten aber auch Gäste der Universität Kiel begrüßt werden. Rückläufig war dagegen der angebotene Zeltverleih. Und für den Musiksommer konnten gar keine Karten verkauft werden.

Nach den Angaben des Vereinsvorsitzenden konnten vor allem Familien und Gäste, die älter als 50 Jahre waren, begrüßt werden. Die meisten Urlauber kamen aus Thüringen und Sachsen, viele aber auch aus Niedersachsen.

Der Internetauftritt des Tourismusvereins erweist sich offenbar immer mehr als Dreh- und Angelpunkt für das Marketing. "Die Zahl der Aufrufe ist im vergangenen Sommer um 30 Prozent gestiegen", so Wegrad. Derzeit wird die Homepage überarbeitet. Im Mai soll die neue Internetpräsentation frei geschaltet werden. "Wir wollen dann auch eine zentrale Zimmerbuchung über das Netz anbieten", sagte der Vorsitzende.

Der Verein hat sich in den zurückliegenden Monaten verstärkt darum bemüht, Partner zu finden. Eine sehr gute Zusammenarbeit gibt es bereits mit dem Verein Sagenland und der Wirtschaftsvereinigung Schweriner Seenland. Deren Vorstandsmitglied Lothar Rackwitz wurde sogar in den Vorstand des Tourismusvereins gewählt. "Ziel muss es sein, mit einem Netzwerk ein Gegengewicht zur Landeshauptstadt Schwerin zu bilden", so Rackwitz. "Dort werden wir noch gar nicht richtig wahrgenommen." Ein Argument dem sich auch Hans Kreher, der Bürgermeister der Mitgliedsgemeinde Bad Kleinen, anschloss: "Wir erwarten eine stärkere Kooperationsbereitschaft Schwerins mit den Touristikern rund um den Außensee." Vereinsvorsitzender Wegrad teilte dazu mit, dass der Tourismusverein Schweriner Seenland bereits jetzt in Gremien der Stadt mitarbeite. "In nächster Zeit werden wir auch eine Kooperationsvereinbarung mit der Schweriner Stadtmarketinggesellschaft abschließen." Deren Geschäftsführerin Martina Müller hatte allerdings ganz kurzfristig ihre Teilnahme an der Jahrestagung des Vereins abgesagt. Die Tourismusexperten der Region haben sich weitere, ganz praktische Aufgaben für dieses Jahr vorgenommen. So soll die Ausschilderung von Rad- und Wanderwegen sowie zu Sehenswürdigkeiten wie der Schwedenschanze und des Eiertunnels bei Bad Kleinen, der ehemaligen Burg Dobin an der Döpe verbessert werden. Schloss Wiligrad soll als besonderer Höhepunkt der Region entwickelt werden. Rund um den Schweriner See soll um zusätzliche Schiffsanleger geworben werden. Und an der Warnow bei Karnin werde eine Einsetzstelle für Kanus gebraucht.

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