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Zeitung für die Landeshauptstadt

12. Dezember 2017 | 11:30 Uhr

Nashörner im Zoo : Mehr Auslauf für Clara und Karen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Zoo-Gespräch: Nashorn-Damen bekommen ein größeres Gehege – und Ende des Jahres wahrscheinlich auch einen Bullen

von
erstellt am 09.Jul.2015 | 16:00 Uhr

Seit knapp drei Monaten lebt Nashorn-Dame Karen aus dem Tierpark im dänischen Kopenhagen nun im Schweriner Zoo – und fühlt sich ausgesprochen wohl. „Karen versteht sich prächtig mit unserer Nashorn-Kuh Clara“, sagt Zoo-Direktor Dr. Tim Schikora. Einträchtig drehen die beiden Tiere im Gehege ihre Runden, genießen die Sonne. „Clara und Karen sind im selben Alter, haben die selben Interessen“, so Schikora. Und bald werden die Nashörner auch noch mehr Platz auf ihrer Außenanlage haben, denn der Zoo plant eine wesentliche Erweiterung des Areals, möchte den Besuchern noch intensivere Einblicke ins Tierleben ermöglichen.

„Die Ausschreibung für unser Vorhaben läuft“, berichtet Schikora. Im Spätsommer könnten die Arbeiten voraussichtlich beginnen. Dabei soll praktisch ein Rundlauf um den jetzigen Stall der Nashörner entstehen. „Die Teile des bisherigen Geheges werden miteinander verbunden und durch ein Areal erweitert, das fast bis zum Franzosenweg reicht und aktuell noch als Forstfläche genutzt wird“, erklärt der Zoo-Direktor. Durch die Baumaßnahme werde die Größe der Anlage insgesamt mehr als verdoppelt. Natürlich bekämen die Nashörner ausreichend Rückzugsmöglichkeiten, so Schikora.

Wo derzeit im Stall noch eine Ausstellung über die Dickhäuter zu sehen ist, soll eine Mutter-Kind-Box entstehen. Als Besucherbereich würden künftig zwei runde Hütten dienen, erklärt der Direktor – eine offene Wetterschutzhütte mit jeder Menge Informationen zu den Nashörnern und eine geschlossene, beheizbare Hütte, die auch für private Feiern genutzt werden könne. „Wir wollen unseren Gästen eine afrikanische Atmosphäre bieten und einen ungewohnten Blick auf die Nashörner“, so Schikora. Apropos ungewohnt: In der neuen Nashorn-Anlage soll es für die Besucher einen Tunnel geben, der ebenfalls eine neue Perspektive eröffnet. Dabei denkt der Zoo etwa auch über eine Vergesellschaftung der Nashörner mit Giraffen und Zebras nach.

Rund 600 000 Euro soll der Umbau der Nashorn-Anlage kosten, zu 90 Prozent gefördert vom Land. „Bis Ende des Jahres wollen wir die Arbeiten abschließen“, sagt der Zoo-Direktor. Dann soll auch der neue Nashorn-Bulle in Schwerin eintreffen. Welches Tier die Landeshauptstadt bekommen wird, darüber entscheidet der Koordinator des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms für Breitmaulnashörner im niederländischen Beekse Bergen. Dorthin wurde im April auch der bisherige Nashorn-Bulle des Schweriner Zoos abgegeben. „Limpopo hat sich in seinem neuen Domizil schon gut eingelebt“, schildert Schikora.

Und vielleicht wird Limpopo ja auch noch Vater eines Schweriner Nashorn-Babys. In einigen Wochen soll sich nämlich laut Zoo-Direktor entscheiden, ob die künstliche Besamung bei Clara im März erfolgreich war.

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