Raben Steinfelds Gesichter : Mehr als ein Tagesjob im Wahllokal

Auch am 4. September wird Lothar Richter das Gemeindehaus von Raben Steinfeld aufschließen. Dann beginnt die Landtagswahl.
Auch am 4. September wird Lothar Richter das Gemeindehaus von Raben Steinfeld aufschließen. Dann beginnt die Landtagswahl.

Lothar Richter ist als Wahlhelfer aktiv: Den 4. September verbringt der Raben Steinfelder mit seiner Familie im Gemeindehaus

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19. August 2016, 16:00 Uhr

Wer am Wahlsonntag etwas von Lothar Richter will, der muss schon ins Gemeindehaus von Raben Steinfeld gehen. Auch den 4. September wird der Rentner dort verbringen – von 7.30 Uhr an und dann bis alle Stimmen der Landtagswahl ausgezählt sind. „Das ist seit Jahren so“, erzählt der 68-Jährige. „Ich habe auch nicht gezählt, wie viele Sonntage es schon waren.“

Immer dabei ist der Raben Steinfelder seit knapp 20 Jahren. Denn damals wurde Lothar Richter Gemeindearbeiter. Da bedurfte es keiner „Dienstverpflichtung“. „Mir macht es wirklich Spaß, mich am Wahlsonntag so einzubringen“, betont Richter. „Denn wir sind hier im Wahllokal im Oberdorf auch ein eingespieltes Team.“ In diesem Fall sogar ein Familienteam. Lothar Richter steht an der Spitze der Helfer in diesem Wahllokal. Seine Frau Monika ist die Schriftführerin. Schwiegersohn Michael Kühl sein Stellvertreter, Tochter Sandra Kühl neu dabei. Marion Schumacher und Anja Hundt komplettieren die Runde. „Es gibt immer mal einen Wechsel“, berichtet Lothar Richter. „Aber wir hatten hier noch nie Probleme, ausreichend Helfer zusammen zu bekommen“. So waren in den zurückliegenden Jahren beispielsweise Christa Wendland und Dieter Hundt stets dabei.

Das Wahlteam im Raben Steinfelder Oberdorf bleibt den ganzen Sonntag zusammen im Gemeindehaus. Langeweile komme nicht auf. „Bei uns ist die Wahlbeteiligung eigentlich immer gut“, erzählt Lothar Richter. Und vor allem werde der Gang zur Wahlurne von vielen Raben Steinfeldern genutzt, um mal wieder mit Nachbarn ins Gespräch zu kommen. „Auch viele Dinge zur Gemeinde und zur Feuerwehr werden angesprochen“, ergänzt der einstige Gemeindearbeiter und stellvertretende Wehrführer. In diesen Dingen ist heute allerdings sein Schwiegersohn Michael Kühl erster Ansprechpartner: Der ist Gemeindearbeiter und Wehrführer in einer Person.

Doch das sei nur ein willkommener Nebeneffekt, betont Lothar Richter. „Vorrang hat natürlich der ordnungsgemäße Ablauf der Wahl.“ Dafür fährt der Rentner schon früh morgens nach Rampe und holt die Wahlzettel aus der Außenstelle des Amtes. Um 7.30 Uhr erfolgt eine Einweisung des Wahlteams. Und kurz vor 8 Uhr schließt er die Gemeinderäume auf. Die ersten Wähler können beim Versiegeln der Wahlurne dabei sein. Bis 18 Uhr läuft die Abstimmung. „Zur Auszählung sind sicher ein paar Leute da“, erwartet der 68-Jährige. „Und die werden nicht lange auf das Ergebnis warten müssen.“ Denn bei der Landtagswahl gibt es ja nur einen Stimmzettel für jeden Wähler mit Erst- und Zweitstimme. Da sei das Auszählen kein Problem. Doch auch im Frühjahr 2014 klappte im Raben Steinfelder Oberdorf alles, als Bürgermeister, Gemeindevertretung, Kreistag und Europaparlament gewählt wurden. Der Wahlsonntag in diesem Jahr kann Lothar Richter daher nicht schrecken. Und auch im nächsten Jahr, wenn die Bundestagswahl ansteht, will der Rentner „auf jeden Fall“ im Wahlteam mitmachen. „Danach muss ich mal gucken, ich werde ja auch nicht jünger.“ Doch Lothar Richter ist zuversichtlich, das auch an den Wahlsonntag danach in Raben Steinfeld alles rund läuft. „Das Team steht.“

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